Acht Auswahlen, 247 Kombinationen, ein Wettschein: die Goliath-Systemwette

Updated Oktober 2026
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Acht gleiche Holzfiguren stehen in einem Kreis auf einem hellen Tisch im Seitenlicht.

Stand: Oktober 19, 2026 – geprüft gegen die Gespa-Bewilligungsliste und die Spielregeln von Sporttip sowie das Reglement Jouez Sport.

Der Goliath ist eine Systemwette auf 8 Auswahlen mit insgesamt 247 Einzelwetten: 28 Doppel, 56 Dreier, 70 Vierer, 56 Fünfer, 28 Sechser, 8 Siebener und 1 Achterkombination.

Eine Goliath-Wette ist die grösste Standard-Systemwette im Wettprogramm: acht Auswahlen, 247 Einzelwetten auf einem Wettschein, keine Einzelwette darunter. Wer den Schein abgibt, zahlt den Linieneinsatz 247 Mal. Wer unter zwei Treffern bleibt, verliert den gesamten Einsatz. Wer sechs oder mehr Auswahlen richtig hat, gewinnt nebenbei auf jeder kleineren Kombination mit. Das macht den Goliath zur teuersten Systemwette im Portfolio und zur Wette, an der die Buchmacher-Marge am deutlichsten zuschlägt, weil jeder der 247 Linien einen eingepreisten Anteil trägt.

Wettmärkte und Kombinationen einer Goliath-Wette

Der Goliath steht am Ende der Full-Cover-Reihe. Die Systemwetten, die alle Mehrfachkombinationen aus einer gegebenen Auswahlzahl abdecken, beginnen beim Trixie (drei Auswahlen, drei Linien), setzen sich über Yankee, Canadian, Heinz und Super Heinz fort und erreichen beim Goliath mit acht Auswahlen ihren Höhepunkt in der Zahl der Linien. Eine kleinere Variante wie der Lucky 63 (sechs Auswahlen, mit Singles) führt 63 Linien, eine grössere wie der Super Heinz (sieben Auswahlen, ohne Singles) führt 120 Linien, der Goliath 247. Die Zahl ergibt sich aus der Summe aller Kombinationen von zwei bis acht aus einer Auswahl von acht. Sie ist nicht willkürlich, sie ist Binomialkoeffizienten-Arithmetik.

Die Aufteilung sieht so aus: 28 Doppel, 56 Dreier, 70 Vierer, 56 Fünfer, 28 Sechser, 8 Siebener und 1 Achterkombination. Wer zwei Auswahlen verliert und die restlichen sechs gewinnt, hat bereits 28+56+70+56+28+8 = 246 Trefferkombinationen, plus die Achterkombination, sobald alle acht gewinnen. Wer fünf Treffer hat, gewinnt die 28 Doppel, die 56 Dreier, die 70 Vierer und die 56 Fünfer, also 210 Linien. Wer drei Treffer hat, gewinnt nur die 28 Doppel und die 56 Dreier, also 84 Linien. Wer unter zwei Treffern bleibt, gewinnt nichts.

Wie die Quoten entstehen

Jede der 247 Linien hat eine eigene Gesamtquote. Sie ist das Produkt der Einzelquoten der Auswahlen, aus denen die Linie besteht. Eine Doppel-Linie aus zwei Quoten 1.80 und 2.20 trägt die Gesamtquote 1.80 × 2.20 = 3.96. Eine Vierer-Linie aus 1.50, 2.00, 2.50 und 1.80 trägt 1.50 × 2.00 × 2.50 × 1.80 = 13.50. Die Achterkombination trägt das Produkt aller acht Einzelquoten; bei einem Durchschnitt von 2.00 pro Bein ergibt das 2.00 hoch 8 = 256, bei niedrigeren Quoten weniger.

Wichtig für das Verständnis des Preises: Auf jeder Linie sitzt die Marge des Buchmachers. Ein Markt mit 5 % Marge hält auf einer Doppel-Linie aus zwei Einzelmärkten weiterhin ungefähr 5 % Marge, weil sich die Margen der Einzelmärkte nicht gegenseitig aufheben, sondern sich beim Multiplizieren der Kehrwerte akkumulieren. Über alle 247 Linien mittelt sich diese Marge heraus; sie bleibt aber als versteckter Preisbestandteil auf jeder einzelnen Linie erhalten. Die Marge verschwindet nicht durch die Kombination, sie wird lediglich weniger sichtbar.

Wie der Gesamteinsatz entsteht

Der Gesamteinsatz ist Linieneinsatz mal Anzahl Linien. Bei einem Linieneinsatz von CHF 1 sind das CHF 247. Bei CHF 0.50 sind es CHF 123.50, bei CHF 0.10 noch CHF 24.70. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1; eine Goliath-Systemwette besteht aus lauter Kombinationen, also gilt der Mindesteinsatz von CHF 1 pro Linie. Damit kostet der kleinste mögliche Goliath bei Sporttip CHF 247. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz für Multiples online bei CHF 2; der kleinste Goliath dort kostet also bereits CHF 494.

Der Höchsteinsatz bei Sporttip ist CHF 10’000 pro Systemwette. Der Linieneinsatz mal 247 darf 10’000 nicht übersteigen. Bei einem Linieneinsatz von CHF 40.49 ist die Grenze erreicht, bei CHF 41 ist der Schein über der Limite und wird nicht angenommen. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird schlicht nicht angenommen.

Bei Jouez Sport darf ein Wettschein mit Multiples insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Multiples sind dort Kombinations- und Systemwetten. Ein Goliath unter CHF 7’500 ist also möglich (CHF 7’500 ÷ 247 ergibt rund CHF 30.36 pro Linie). Zusätzlich darf die Gesamtquote einer Mehrfachkombination 100’000 nicht übersteigen. Das Produkt aus acht Einzelquoten von durchschnittlich 3.16 (3.16 hoch 8 ≈ 10’000) erreicht diese Grenze noch nicht, bei höheren Quoten schon.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Drei Auswahlen zu den Quoten 1.50, 2.00 und 2.50, fünf weitere zu 1.80, Linieneinsatz CHF 1. Der Gesamteinsatz beträgt 247 mal 1, also CHF 247. Wer diese drei Auswahlen zu einer Kombiwette zusammenfügt, sieht bei einem gewonnenen Doppel zwischen CHF 4 und CHF 8 Nettogewinn und beim Dreier CHF 19.50. Im Goliath sind das einzelne Linien unter 247; die meisten Linien kombinieren die drei Auswahlen mit den weiteren fünf Beinen, deren Quoten die Auszahlung weiter treiben.

Die Bandbreite ist konkret: Ein Doppel aus 1.50 und 2.00 hat die Gesamtquote 3.00, mit Linieneinsatz CHF 2 sind das CHF 6 Rückzahlung und CHF 4 Nettogewinn. Ein Doppel aus 2.00 und 2.50 hat die Gesamtquote 5.00, mit CHF 2 Einsatz sind das CHF 10 und CHF 8 Gewinn. Der Dreier aus allen drei Auswahlen hat die Gesamtquote 7.50, mit CHF 3 Einsatz sind das CHF 22.50 und CHF 19.50 Gewinn. Wenn die weiteren fünf Beine zu 1.80 die Gesamtquote treiben, liegt eine sieben Beine umfassende Kombination bereits bei 1.50 × 2.00 × 2.50 × 1.80 hoch 4 = 1.50² · 2.00² · 2.50² · 1.80² ≈ 583, mit CHF 7 Einsatz ergibt das eine Rückzahlung im vierstelligen Bereich. Eine volle Achterkombination mit den fünf zusätzlichen Beinen liegt noch darüber.

Wer den Goliath spielt, setzt also CHF 247 mit dem Ziel, im günstigsten Fall ein Mehrfaches davon zu sehen. Wer unter zwei Treffern bleibt, sieht null. Die Streuung ist enorm; sie reicht von Totalverlust bis zu einem Gewinn im niedrigen fünfstelligen Bereich. Das ist der strukturelle Preis, den die 247 Linien fordern, und der Grund, weshalb erfahrene Wettende den Goliath selten als Standardwerkzeug nutzen.

Rundung und abgesagte Ereignisse

Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einem Bruttogewinn von CHF 12.34 heisst das: zuerst CHF 12.34 bleibt CHF 12.34, dann abgerundet auf den nächsten 5-Rappen-Wert CHF 12.30. Bei CHF 12.36 bleibt es nach Aufrundung CHF 12.36, abgerundet CHF 12.35. Die Rundung trifft jeden Gewinn, nicht nur den Goliath.

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00. Im Goliath wirkt sich das auf jede Linie aus, die dieses Bein enthält; die Linie wird faktisch zu einer kürzeren Kombination. Wer ein Spiel in seinem Achtbeiner hat, das abgesagt wird, spielt faktisch einen Siebenbeiner Goliath – die 8 Siebener-Linien verschwinden, die Achterkombination ebenfalls, und der Preis berechnet sich auf 239 Linien.

Wann Cash-Out möglich ist

Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten an, vor Spielbeginn und live. Systemwetten sind im Wortlaut der FAQ nicht ausdrücklich eingeschlossen, und ein Cash-Out ist nur als vollständiges Cash-Out möglich, nicht teilweise. Wer mitten im Lauf der acht Spiele aussteigen will, bekommt einen Betrag angeboten, der nach dem Stand der laufenden Ereignisse berechnet ist und jederzeit von Swisslos geändert werden kann. Der Betrag liegt unter dem, was eine spätere Vollauszahlung erreichen würde; der Cash-Out-Preis ist der diskontierte Erwartungswert des Restscheins.

Anbieter und Programme im Überblick

Die Frage, wer in der Schweiz einen Goliath anbieten darf, ist keine Frage des Wettprogramms, sondern der Bewilligung. Die interkantonale Vereinbarung lässt nur zwei Veranstalterinnen für Sportwetten zu: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Wer bei einem anderen Anbieter einen Goliath spielt, tut dies ohne Schweizer Bewilligung, mit allen Konsequenzen, die das Bundesgesetz über Geldspiele daran knüpft.

Die folgende Tabelle ordnet zehn Anbieter ein, die Schweizer Wettende typischerweise antreffen, die beiden bewilligten und acht ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, Gespa) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
X3Bet ohne Schweizer Bewilligung Tobique Gaming Commission (Kanada), ohne Geltung in der Schweiz
1xBet ohne Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen, ohne Geltung in der Schweiz
22Bet ohne Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen, ohne Geltung in der Schweiz
myBet ohne Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen, ohne Geltung in der Schweiz
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen, ohne Geltung in der Schweiz
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen, ohne Geltung in der Schweiz
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen, ohne Geltung in der Schweiz
Rabona ohne Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen, ohne Geltung in der Schweiz

Die Spalte Veranstalter zeigt die Rechtswirklichkeit, nicht die Werbeaussage. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder Kanada gilt in der Schweiz nicht (Art. 4 BGS). Wer dort spielt, hat keine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Anlaufstelle für eine Streitigkeit und keine Schweizer Aufsicht über die Wettquoten und Limits. Die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren; wer eine gesperrte Seite aufruft, landet auf einer Hinweisseite.

Die Lesart der Tabelle ist eindeutig: Wer in der Schweiz wettet, hat zwei zugelassene Adressen. Wer eine andere wählt, wählt bewusst gegen den Schutz des BGS. Die Tabelle bewertet nicht die Qualität des Wettprogramms; sie zeigt nur, welche Adresse in der Schweiz anerkannt ist und welche nicht.

Grundlagen der Goliath-Wette

Eine Goliath-Wette gehört zu den Full-Cover-Wetten, also zu den Wetten, die alle möglichen Mehrfachkombinationen einer gegebenen Auswahlzahl abdecken. Eine Trixie (drei Auswahlen) bildet drei Linien, ein Yankee (vier) sechs, ein Canadian (fünf) zehn, ein Heinz (sechs) fünfzehn, ein Super Heinz (sieben) einundzwanzig und der Goliath (acht) zweihundertsiebenundvierzig. Im Unterschied zum Lucky 63 oder zur Patent-Wette enthält der Goliath keine Einzelwetten. Diese Eigenschaft ist nicht kosmetisch, sie ist der Grund, weshalb eine Auswahl mit sehr niedriger Quote den Goliath nicht aufwertet: Eine 1.05er Quote trägt nichts Substanzielles bei, sie kostet aber in 247 Linien CHF 0.05 mal 247 = CHF 12.35 an versteckter Marge.

Die Silhouette eines Stadiondachs vor dem violetten Abendhimmel, dahinter eine Hügelkette.
Bei der Systemwette Goliath mit 8 Auswahlen müssen mindestens zwei Auswahlen gewinnen, damit eine Rückzahlung entsteht.

Die Bedingung «mindestens zwei Auswahlen müssen gewinnen» ist die andere Seite derselben Eigenschaft. Wer nur eine Auswahl richtig hat, hat keine Mehrfachkombination getroffen – keine Doppel, keine Dreier, nichts. Wer genau zwei richtig hat, hat die 28 Doppel gewonnen, aber noch keine Dreier. Wer drei hat, hat zusätzlich die 56 Dreier. Die Auszahlung wächst mit der Zahl der Treffer, aber nicht linear; sie wächst in Stufen, die durch die Zahl der möglichen Mehrfachkombinationen gegeben sind.

Diese Stufen sind der Grund, warum der Goliath trotz 247 Linien kein progressiver Jackpot ist. Die Linien sind nicht unabhängig; sie teilen sich Auswahlen. Wer fünf Treffer hat, gewinnt nicht einfach fünfmal so viel wie bei drei Treffern; er gewinnt 5 Trefferkombinationen mal Stufen, also mehr Linien gleichzeitig, weil jede Stufe aus den Treffern mehrere Kombinationen bildet. Eine einzelne grosse Kombination kann die Auszahlung mehrerer kleinerer nicht übertreffen – das Produkt von acht Zahlen nahe 2.00 ist grösser als die Summe aller kleineren Produkte. Aber die kumulierte Auszahlung aller kleineren Kombinationen liegt deutlich über der Auszahlung der einen grossen.

Wann der Goliath das falsche Werkzeug ist

Wer auf eine Einzelwette mit hoher Quote setzen will, spielt kein Goliath. Wer auf zwei Spiele mit moderater Quote setzen will, spielt ebenfalls kein Goliath; eine Doppelwette zu CHF 1 reicht. Wer acht Auswahlen hat und jede als Einzelwette spielen will, hat mit acht Einzelwetten à CHF 1 einen Gesamteinsatz von CHF 8; der Goliath kostet 31 Mal so viel.

Die Volatilität einer Goliath-Wette ist hoch. Wer 247 Linien mit einem Buchmacher-Anteil von 5 % pro Linie spielt, gibt 247 × 0.05 = 12.35 Linieneinsätze an den Buchmacher ab. Das sind bei CHF 1 pro Linie CHF 12.35 reine Marge über alle Linien; der Buchmacher behält diesen Anteil unabhängig vom Trefferbild. Wer den Goliath nur deshalb spielt, weil er auf alle acht Spiele setzen will, zahlt einen Preis, der mit der Spielzahl quadratisch wächst.

Abhängige Märkte und die Bet-Builder-Regel

Eine Goliath-Wette verbietet voneinander abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung. Wer bei Sporttip eine Heimsieg-Wette und eine «über 2.5 Tore»-Wette auf dasselbe Spiel kombinieren will, muss die Bet-Builder-Funktion benutzen; andernfalls kann Swisslos die Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer einen Goliath aus acht Beinen baut, sollte daher darauf achten, dass keine zwei Beine aus demselben Spiel stammen, wenn sie voneinander abhängen. Die Heimsieg-Quote und die Tore-Quote sind es, die Quote «nächste Halbzeit mehr Eckbälle» und die Quote «Endergebnis» ebenfalls.

Rechtslage in der Schweiz

Das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51) definiert Sportwetten als Grossspiele. Eine Grossspiel-Bewilligung verlangt eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS). Die Aufsicht führt die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern), nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS) und ist auf zwei Veranstalterinnen beschränkt: Swisslos und Loterie Romande. Weitere Schweizer Buchmacher gibt es nicht; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domains, nicht eine Liste bewilligter Dritter.

Eine verschneite Dorfstrasse mit Kirchturm im Hintergrund, Rauch steigt aus den Kaminen.
Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10'000 und der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1.

Die Spielgebiete sind kantonal getrennt. Sporttip deckt die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein ab. Jouez Sport deckt die sechs Westschweizer Kantone (FR, GE, JU, NE, VD, VS). Ein Online-Konto lässt sich nur mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im jeweiligen Spielgebiet eröffnen; jede Person darf sich nur einmal registrieren, der Ausweis wird ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Erlaubte Wettmärkte und geschlossene Liste

Die erlaubten Wettmärkte sind eine geschlossene Liste. Die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026) bestimmt, was angeboten werden darf. Qualifikationsrunden sind nur zugelassen, wenn sie auf der Liste stehen; Frauenwettbewerbe ebenso. Rangwetten greifen, wenn die Platzierung über die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet; Trainingsläufe sind keine Wettbasis. Eckball- und Kartenmärkte finden sich auf der Liste nicht. Esports fehlt vollständig. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind nicht erlaubt; Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Wer einen Goliath bauen will, muss daher die acht Beine aus Wettmärkten wählen, die auf der Liste stehen. Eine Goliath mit einem Esports-Bein ist bei Sporttip nicht möglich, eine mit einem Eckball-Markt ebenso wenig. Die Liste prüft der Anbieter; der Wettende muss sie nicht im Detail kennen, aber er sollte wissen, dass nicht jeder Markt, den er anderswo sieht, hier spielbar ist.

Limits und Höchstgewinne

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, der Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Eine Goliath-Systemwette zu CHF 247 Mindesteinsatz ist also problemlos möglich; eine zu CHF 100’000 nicht. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (Verkaufsstellen CHF 3, Multiples online CHF 2). Der Höchsteinsatz liegt bei CHF 500 pro Einzel- oder Kombiwette, höchstens CHF 7’500 Einsatz pro Multiple-Wettschein. Eine Goliath zu CHF 7’500 (etwa CHF 30.36 pro Linie) ist möglich, aber bereits am oberen Limit. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Die Gesamtquote einer Mehrfachkombination muss zwischen 1.10 und 100’000 liegen; bei einem Produkt aus acht Einzelquoten ist 100’000 mit durchschnittlichen Quoten um 3.16 erreichbar, bei höherem Durchschnitt schneller.

Werbung, Boni und Steuern

Werbung für nicht in der Schweiz bewilligte Geldspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); im Jahr 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen für die Loterie Romande und 8 für Swisslos erteilt. Werbung darf nicht auf Minderjährige oder ausgeschlossene Personen zielen, nicht irreführend sein und nicht in aufdringlicher Form erfolgen; ein Zeitfenster-Verbot für Werbung existiert nicht.

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000; der kantonale Freibetrag unterscheidet sich, weshalb ein typischer Wettgewinn «je nach Kanton» zu behandeln ist. Oberhalb des Freibetrags zieht die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ab, die der Wettende über die Steuererklärung zurückholen kann. Gewinne aus ausländischen Anbietern kennen keine Verrechnungssteuer; die kantonale Praxis im Thurgau behandelt solche Gewinne unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen. Eine Wettsteuer auf den Einsatz existiert in der Schweiz nicht.

Eine Auszahlung erfolgt ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers (Art. 50 Abs. 2 VGS); anonyme Auszahlungen oder Kryptowährungen sind im bewilligten Markt nicht möglich. Kredit an Spieler ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ergibt sich aus dessen AGB, nicht aus dem BGS.

Ausländische Anbieter und Sperrliste

Eine ausländische Lizenz (Curaçao, Malta, Deutschland oder andere) hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Wettende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und kein Schutz oder Fair-Play-Kontrolle existiert. Die Gespa-Sperrliste blockiert Domains per DNS; blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt – das sogenannte Domain-Hopping. Die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele betroffener Marken und führt bet365 auf der Liste.

Die ehrliche Einordnung: Offshore bedeutet keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Anlaufstelle; Gewinne sind nach kantonaler Praxis steuerbar. Lizenziert bedeutet voller Schweizer Schutz, aber nur zwei Anbieter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzpflicht und eine Identitätsprüfung. Keine der beiden Seiten ist «die sichere Wahl» von vornherein.

Verlustlimiten, Spielsperre und Spielerschutz

Der Goliath ist die teuerste Standard-Systemwette. Wer ihn spielt, zahlt 247 Mal den Linieneinsatz und steht damit vor der Frage, wie viel er an einem einzigen Wettschein riskieren will, bevor er ihn abgibt. Die Schutzschicht des BGS setzt genau hier an: nicht erst nach einem grossen Verlust, sondern vor dem ersten Klick.

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999; bei unter 21-Jährigen ist sie auf CHF 1’000 beschränkt. Eine Senkung der Limite gilt sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, länger als die gesetzlichen 24 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Das Wallet-Guthaben selbst ist auf CHF 9’999 beschränkt; ein Kauf ist nur möglich, solange das Guthaben unter dieser Schwelle liegt. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 Einzahlung möglich, mit einem Mindestbetrag von CHF 20 pro Kauf.

Eine Spielsperre lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das Register ist die zentrale Schutzinstanz des BGS: Wer gesperrt ist, kann bei keinem bewilligten Anbieter spielen. Eine selbst gesetzte Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS); eine Fachstelle ist eingebunden (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS).

Spielguthaben auf dem Sporttip-Konto verfallen nicht automatisch; Wettgewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wer online spielt, hat das Konto; wer an einer Verkaufsstelle spielt, muss die Quittung behalten.

Die Schutzschicht steht, bevor der erste Wettschein abgegeben wird. Sie steht für jeden Anbieter mit Schweizer Bewilligung – und nur dort. Ausländische Anbieter sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen; wer dort spielt und sich selbst sperren will, muss es beim Anbieter selbst tun, sofern dieser die Möglichkeit anbietet. Eine schweizweite Sperre gilt dort nicht.

Testkäufe und Realität am Schalter

Die Gespa hat im Jahr 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt. Bei einem Wettkauf durch eine minderjährige Person wurde in 47.5 % von 200 Fällen eine Wette verkauft – fast jeder zweite Versuch. Die Schutzmechanismen am Schalter sind also nicht so dicht, wie sie sein sollten. Wer minderjährige Personen schützen will, kann sich nicht auf den Schalter verlassen. Die Online-Pflicht zur Identitätsprüfung beim Kontoeröffnen ist da dichter: Ausweis wird ausgelesen, Adressdaten werden geprüft, eine Anmeldung ist nur einmal pro Person möglich.

Wettende unter 18 Jahren

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Das gilt für alle Wettenden, nicht nur für die im Wettprogramm genannten. Die Gespa prüft die Identität beim Kontoverfahren; die Daten werden gegen Adressdatenbanken abgeglichen.

Swisslos Sporttip

Swisslos betreibt Sporttip als einzige Sportwetten-Marke für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Die Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel und führt Sportwetten gestützt auf die interkantonale Vereinbarung von 2019 durch, die 2020 in Kraft trat. Der Wettschein wird online oder an einer der Verkaufsstellen abgegeben; wer online spielt, braucht ein Konto mit identitätsgeprüftem Wohnsitz im Spielgebiet.

Der Goliath ist im Sporttip-Programm als Systemwette verfügbar, mit CHF 1 Mindesteinsatz pro Linie und CHF 10’000 Höchsteinsatz pro Systemwette. Die 247 Linien eines Goliath kosten damit zwischen CHF 247 und CHF 10’000. Wer acht Beine mit niedrigen Quoten wählt, zahlt schnell den vollen Preis; wer einzelne Beine mit höheren Quoten nimmt, hält den Linieneinsatz kleiner.

Eine Besonderheit von Sporttip ist der Kombiboost: Bei mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote je mindestens 1.50 erhöht sich der Nettogewinn online um 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Für einen Goliath mit acht Beinen greift der Boost von 20 %, sofern alle Beine die Mindestquote 1.50 erreichen, was bei sorgfältiger Auswahl realistisch ist. Der Boost wirkt auf den Nettogewinn, nicht auf den Einsatz.

Cash-Out bei Sporttip ist nur vollständig möglich – keine Teilauszahlung. Der Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn und hängt vom Stand der laufenden Ereignisse ab; Swisslos kann den Betrag jederzeit ändern und muss Cash-Out nicht für jeden Markt anbieten. Für eine laufende Goliath-Systemwette ist Cash-Out nur dann relevant, wenn das Systemwetten-Format unterstützt wird; die FAQ spricht von Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, nicht ausdrücklich von Systemwetten. Quoten- und Profitboosts verfallen bei Cash-Out.

Verdikt: Sporttip ist die einzige Adresse in der Deutschschweiz für eine Goliath-Wette mit Schweizer Bewilligung. Die Limiten sind grosszügig, der Mindesteinsatz ist tief, das Spielgebiet deckt 19 Kantone plus Tessin und Liechtenstein ab. Wer einen Goliath zu CHF 247 Minimum spielen will, hat hier den niedrigsten Einstieg aller Schweizer Optionen, vorausgesetzt, die acht Beine stammen aus unterschiedlichen Spielen, weil sonst die Bet-Builder-Regel eine Korrektur durch Swisslos auslösen kann.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande führt Jouez Sport als zweite Schweizer Sportwetten-Marke. Sie veranstaltet das Produkt für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; die Kontaktadresse ist Lausanne, mit 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden. Online ist die Plattform jeux.loro.ch; ein Konto braucht Wohnsitz im Spielgebiet.

Jouez Sport erlaubt Multiples mit 2 bis 10 Voraussagen. Ein Goliath mit acht Voraussagen fällt genau in den Boden, allerdings sind Multiples bei Jouez Sport nicht zwingend Systemwetten; eine Auswahl von acht Einzelwetten in einem Multiples-Wettschein wäre ebenfalls zulässig. Was das Wettprogramm als Goliath-Systemwette mit allen 247 Linien anbietet, prüft der Anbieter; eine Garantie für die spezifische Struktur ist aus dem Reglement nicht abzuleiten. Die Mindestquote pro Einzelwette liegt bei 1.10, die maximale Gesamtquote bei 100’000.

Der Mindesteinsatz bei Multiples liegt online bei CHF 2 pro Linie, der Höchsteinsatz bei CHF 500 pro Einzel- oder Kombiwette und höchstens CHF 7’500 pro Multiple-Wettschein. Eine Goliath-Systemwette zu CHF 7’500 (etwa CHF 30.36 pro Linie) ist möglich, aber bereits am oberen Limit. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.

Verdikt: Jouez Sport ist die einzige Schweizer Adresse für die Romandie. Die Multiples-Logik entspricht nicht zwingend der Goliath-Systemwette mit allen 247 Linien; eine Goliath-Systemwette im strengen Sinne muss das Wettprogramm anbieten. Wer online spielt, hat die Schweizer Bewilligung und damit die Schutzmechanismen des BGS, aber auch die kantonale Trennung: Westschweizer Wettende können nicht bei Sporttip spielen, Deutschschweizer nicht bei Jouez Sport. Der klare Deckel von CHF 1’000’000 pro Multiple begrenzt die maximale Auszahlung einer Goliath stärker als bei Sporttip.

X3Bet

X3Bet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die ausgewiesene Lizenz – Tobique Gaming Commission (Kanada) – hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Wer bei X3Bet spielt, ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, hat keine Schweizer Anlaufstelle für Streitigkeiten und kann auf der Gespa-Sperrliste landen, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren. Die Lizenz selbst mag in Kanada anerkannt sein, ersetzt aber keine Schweizer Bewilligung und keinen Schweizer Spielerschutz.

Zum Wettprogramm von X3Bet trägt die verfügbare Dokumentation keine Fakten zu Goliath-Systemwetten. Wer eine Goliath spielen will, sollte im Wettschein des Anbieters prüfen, ob das System «Goliath» angeboten wird und welche Limits gelten.

Verdikt: X3Bet fällt mit einer ausgewiesenen Tobique-Lizenz aus Kanada auf, dem einzigen Namen in der Liste, der überhaupt eine Lizenz nennt. In der Schweiz nützt das nichts. Wer dort spielt, hat keine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister, und die Domain kann jederzeit auf der Sperrliste landen.

1xBet

1xBet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausgewiesene Lizenz, die in der Schweiz Geltung hätte, liegt nicht vor. Wer bei 1xBet spielt, hat keinen Schweizer Spielerschutz, keine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister und keine Schweizer Anlaufstelle für eine Streitigkeit. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen und per DNS blockiert sein.

Verdikt: 1xBet ist die Werbung, nicht die Bewilligung. Die Marke ist in der Wahrnehmung vieler Schweizer Wettender präsent, weil sie intensiv wirbt, nicht weil sie eine Schweizer Anlaufstelle hätte. Wer die Werbung sieht und auf «ohne Schweizer Bewilligung» achtet, sieht die ganze Information.

22Bet

22Bet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausgewiesene Lizenz, die in der Schweiz Geltung hätte, liegt nicht vor. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen.

Verdikt: 22Bet folgt dem Muster der Marken ohne Bewilligung: präsent in der Werbung, abwesend in der Schweizer Aufsicht. Eine Spielregel, die nicht da ist, schützt niemanden. Der Bookie ist im Markt, das Schutzregime ist im Ausland.

myBet

myBet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausgewiesene Lizenz, die in der Schweiz Geltung hätte, liegt nicht vor. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen.

Verdikt: myBet trägt einen deutschsprachigen Markennamen, und das ist das ganze Marketing-Versprechen. Ohne Schweizer Bewilligung gibt es keine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Anlaufstelle und keine Schweizer Aufsicht. Die Sprache des Anbieters ersetzt die Sprache der Aufsicht nicht.

HornetBet

HornetBet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die Webseite ist auf der Gespa-Sperrliste erfasst.

Verdikt: HornetBet ist im Markt, aber nicht in der Schweizer Aufsicht. Die Lizenzfrage bleibt offen; was an Werbung auftaucht, hat keine Schweizer Anerkennung. Wer dort spielt, spielt ohne den Schutzrahmen des BGS.

WirWetten

WirWetten ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die Domain ist durch die Gespa blockiert.

Verdikt: WirWetten klingt nach einem Schweizer Produkt; der Name suggeriert das. Die Schweizer Bewilligung suggeriert er nicht, weil er keine hat. Eine Schweizer Anlaufstelle gibt es dort nicht.

Boomerang Bet

Boomerang Bet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die Webseite ist per DNS-Sperre unterbunden.

Verdikt: Boomerang Bet ist eine Marke wie die anderen ohne Schweizer Bewilligung: ein Name, der präsent ist, eine Lizenz, die es nicht gibt, eine Aufsicht, die fehlt. Der Bumerang kommt im Werbe-Banner zurück, nicht in der Aufsicht.

Rabona

Rabona ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die Seite findet sich auf der Sperrliste der Gespa.

Verdikt: Rabona hat wie die anderen Marken ohne Bewilligung eine ausländische Lizenz, die in der Schweiz nichts gilt. Wer dort spielt, wählt bewusst gegen den Schutz des BGS. Die Lizenz der ausländischen Aufsicht ersetzt die Schweizer nicht.

Häufige Fragen

Was ist eine Goliath-Wette, und aus wie vielen Einzelwetten besteht sie?

Eine Goliath-Wette ist eine Systemwette auf acht Auswahlen, die alle Mehrfachkombinationen aus diesen acht Auswahlen abdeckt – 28 Doppel, 56 Dreier, 70 Vierer, 56 Fünfer, 28 Sechser, 8 Siebener und 1 Achterkombination. Insgesamt sind das 247 Einzelwetten auf einem Wettschein, ohne dass Einzelwetten darunter sind.

Wann zahlt eine Goliath-Wette zurück?

Mindestens zwei Auswahlen müssen gewinnen, damit eine Rückzahlung entsteht; dann sind die 28 Doppel gewonnen. Mit drei Treffern kommen die 56 Dreier dazu, mit vier die 70 Vierer. Mit fünf Treffern gewinnt man 210 Linien, mit acht alle 247. Wer unter zwei Treffern bleibt, verliert den gesamten Einsatz.

Wie berechnet sich der Gesamteinsatz?

Der Gesamteinsatz ist der Einsatz pro Linie multipliziert mit 247 Linien. Bei CHF 1 pro Linie sind das CHF 247, bei CHF 0.50 sind es CHF 123.50. Bei Sporttip ist CHF 1 der Mindesteinsatz pro Linie, CHF 10’000 der Höchsteinsatz pro Systemwette; bei Jouez Sport liegt der Höchsteinsatz pro Multiple-Wettschein bei CHF 7’500.

Was unterscheidet den Goliath von acht Einzelwetten?

Acht Einzelwetten kosten den achtfachen Linieneinsatz, der Goliath das 247-fache, bei CHF 1 also CHF 8 oder CHF 247. Im Gewinnfall bringt der Goliath deutlich mehr, aber nur wenn mindestens zwei Beine gewinnen. Bei einem einzigen Treffer zahlt eine Einzelwette, der Goliath nichts, und der gesamte Einsatz von 247 Linien verfällt.

Welche Rolle spielt die Buchmacher-Marge beim Goliath?

Jede der 247 Linien trägt ihre eigene Buchmacher-Marge. Bei einer typischen Marge von 5 % pro Einzelmarkt akkumuliert sich dieser Anteil über die kombinierten Linien. Über alle 247 Linien mittelt sich die Marge auf das Niveau der Einzelmärkte; sie verschwindet nicht durch die Kombination, die Goliath-Wette bleibt ein durchmargiges Produkt.

Inhalt erstellt vom Team «europacupwetten»