Darts wetten in der Schweiz – was erlaubt ist und wer anbietet
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Aktualisiert am Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Spielregeln von Sporttip und die Veranstalterliste der Gespa
Wer in der Schweiz auf Darts wetten will, hat es mit einem der engsten Sportwetten: kleines Land, zwei Veranstalterinnen, geschlossene Sportliste. Das macht den Markt überschaubar, aber die Regeln, die ihn zusammenhalten, sind es nicht. Hier erfahren Sie, was erlaubt ist, wie ein Spiel Darts tickt, was eine Quote über die Marge verrät und wo die Stolperfallen liegen – damit eine Wette nicht an einer Spielregel scheitert, die oft unbeachtet bleibt.
Was Darts als Wettsport ausmacht
Spielmodus, Sets und Legs – kurz erklärt
Ein Leg beim Steeldarts beginnt bei 501 Punkten und endet, wenn ein Spieler genau null erreicht, wobei das letzte Wurf auf einem Doppelfeld landen muss – das sogenannte Double Out. Wer am schnellsten null Punkte wirft, gewinnt das Leg. Denkbar: kleine Ecken mit grosser Wirkung. Ein perfektes Leg, der «Nine-Darter», räumt die 501 in neun Würfen ab, und das höchste mögliche Finish sind 170 Punkte (Triple 20, Triple 20, Bull’s Eye). Wer in der Pfeilwurflinie – der «Oche», 2,37 Meter von der Scheibe entfernt, deren Mittelpunkt 1,73 Meter über dem Boden hängt – die Doppel-20 trifft, gewinnt das Spiel.

Bei der PDC-Weltmeisterschaft gewinnt ein Spieler einen Satz, sobald er drei Legs holt; ein Leg selbst geht, wer zuerst 501 Punkte wirft. Im Verlauf des Turniers steigt die Zahl der nötigen Sätze – Vorrunde, Achtelfinale, Halbfinale, Finale. Wer «Sieg» auf einen Spieler wettet, wettet damit auf das Ende des gesamten Matches, nicht auf ein einzelnes Leg. Wer «Handicap» setzt, tippt auf einen Satz- oder Legvorsprung. Diese Trennung ist wichtig: Sieger, Handicap und Gesamtzahl Legs sind drei eigene Märkte, jeder mit eigener Quote und eigener Marge.
Warum Darts für Livewetten prädestiniert ist
Ein Leg dauert oft nur wenige Minuten. Damit ändern sich Quoten mit jedem Wurf, und ein Rückstand von zwei Legs kann sich in einem einzigen «Checkout» drehen. Der Spielrhythmus macht Livewetten attraktiv und gefährlich zugleich: Wer im Pub neben der Scheibe sitzt, klickt schneller als er denkt. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis gerade live übertragen wird; wer nach dem tatsächlichen Eintritt eines Ergebnisses setzt, bekommt seine Wette mit Quote 1.00 gewertet – ein No-Bet. Dieselbe Quote-1.00-Strafe greift in spielentscheidenden Situationen, etwa wenn ein Spieler schon den Checkout vorbereitet hat. Das ist die Spielregel, die Livewetten zähmt, nicht der Anbieter.
Die Rechtslage für Darts-Wetten in der Schweiz
Nur zwei Veranstalterinnen sind erlaubt
Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Erlaubt sind nur zwei Veranstalterinnen: Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Wer eine Bewilligung hat, braucht eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS); die Bewilligung «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Eine Lizenz: Skillz. Aufsicht führt die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern), nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt.

Die beiden Veranstalterinnen bedienen klar getrennte Gebiete. Swisslos mit Sitz in Basel betreut die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein – zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Loterie Romande mit Sitz in Lausanne (Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne) bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura und unterhält 2’350 Verkaufsstellen.
Ein Online-Konto bekommt nur, wer im jeweiligen Vertragsgebiet wohnt. Wer im Aargau wohnt, spielt bei Sporttip; wer in Genf wohnt, spielt bei Jouez Sport; das Konto lässt sich nicht überschneiden. Wer umzieht, muss das Konto ummelden oder schliessen.
Was darf gewettet werden – und was nicht
Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 2026). Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Darts erscheint dort, soweit die jeweilige Veranstaltung gelistet ist – die Weltmeisterschaft, die European Tour, die Players Championship und Ligaabende. Was die Liste nicht kennt: Qualifikationsrunden, wenn sie nicht ausdrücklich aufgeführt sind; Damenwettbewerbe, wenn nicht gelistet; Rangwetten, wenn die Rangfolge nicht über die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet; Trainingsläufe. Ecken- oder Kartenmärkte, wie sie der Fussball kennt, gibt es im Darts nicht – das passt zur Sportart. E-Sports taucht in der Gespa-Liste nicht auf; über E-Sports-Darts schweigt sich die Liste aus, also schweigt sich auch dieser Text aus.
Livewetten sind grundsätzlich möglich, vor und während des Spiels, soweit die Bewilligung der Veranstalterin es erlaubt. Das BGS kennt keine zusätzliche Einschränkung einzelner Live-Märkte – die Regeln kommen aus den Spielregeln der Veranstalterin.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Eine ausländische Lizenz – Malta, Curaçao, Deutschland, Tobique in Kanada – hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Die Gespa publiziert eine Sperrliste ausländischer Domains; Schweizer Telekomanbieter sperren sie per DNS (Art. 86–93 BGS). Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste, ersetzt im Stundenrhythmus, wenn ein Anbieter die Domain wechselt (Domain-Hopping). Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat keine Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Rekursmöglichkeit, und Gewinne unterliegen je nach Kanton einer anderen Steuerlogik. Das ist die andere Seite der Medaille – der Spieler wird in der Schweiz nicht bestraft, aber sein Geld ist ohne Schutz.
Spielerschutz und Limits
Verlustlimiten und Pausen
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme setzen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage. Bei Loterie Romande gilt Entsprechendes nach deren Spielregeln.
Wer eine Spielsperre setzt, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren – ohne Aufhebung vor Fristende. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos, Online-Casinos und in Liechtenstein. Eine selbst gesetzte Sperre kann frühestens nach drei Monaten über eine Fachstelle gelöst werden (Art. 81 BGS, Art. 84 VGS); eine Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).
Das ist die Disziplin, die ein Turnier verlangt, das drei Wochen dauert und jeden Abend ein Spiel liefert. Wer kein Limit setzt, lässt sich vom Spiel mitziehen.
Werbung, Boni und Gratiswetten
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und kann mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet werden (Art. 131 BGS). Gratiswetten und Gratisspielguthaben braufen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS) – 2025 hat die Gespa 24 Einwilligungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Bonusbedingungen stehen nur in den Spielregeln der Veranstalterin.
Steuern auf Gewinne
Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Die Schwelle ist seit 1. Januar 2026 CHF 1’071’000 auf Bundesebene; die kantonale Schwelle weicht ab. Über der Schwelle zieht die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung rückforderbar ist. Wer unter der Schwelle bleibt, zahlt nichts. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber je nach Kanton – Thurgau etwa behandelt sie als voll steuerbares Einkommen unabhängig vom Betrag. Eine Wettsteuer auf den Einsatz kennt das Schweizer Recht nicht.
Prognosen und Strategie
Wie eine Einschätzung entsteht
Eine Darts-Prognose wird aus drei Bausteinen gebaut: Form, Average und Checkout-Quote. Form ist die Wettkampfpraxis der letzten Wochen, idealerweise auf der gleichen Bühne. Average ist der Punkteschnitt pro Aufnahme im Turnier – wer einen Average von 105 hat, wirft im Schnitt 105 Punkte pro drei Darts. Checkout-Quote ist der Anteil der Checkout-Versuche, die tatsächlich im Doppel landen – wer 45 % seiner Checkouts holt, nutzt fast die Hälfte seiner Matchdarts. Diese drei Werte zusammen ergeben ein Bild, das die Buchmacherin mit ihrer Quote aufzunehmen versucht. Eine eigene Einschätzung kann nie vollständig sein, weil das Wettprogramm die nötigen Zahlen nicht vollständig veröffentlicht und Disziplin beim Lesen der eigenen Quellen entscheidet.
Wer «heute» wird zu einer Quote von 1.70 spielt, sagt: Diese Quote ist mir 1.70 wert. Wert ist subjektiv – sie spiegelt die eigene Wahrscheinlichkeitseinschätzung wider. Liegt die echte Eintrittswahrscheinlichkeit nach Form, Average und Checkout über der impliziten Wahrscheinlichkeit der Quote, dann liegt Value vor. Eine Value-Wette ist also eine Wette, deren Quote die eigene Wahrscheinlichkeit übersteigt – und nichts weiter. Wer keine Vorstellung von der eigenen Wahrscheinlichkeit hat, hat auch keine Value-Wette, sondern ein Bauchgefühl mit Quote.
Warum kein Tipp sicher ist
Darts ist kopflastig: Ein Spieler kann einen Satz mit drei Legs in unter zehn Minuten drehen, wenn der erste Checkout sitzt. Ein Neun-Darter ist selten, aber nicht ausgeschlossen. Wer «Sieg» auf einen klaren Favoriten setzt, gewinnt meistens – aber nicht immer. Phil Taylor ist mit 14 Titeln Rekordsieger der PDC-WM, Luke Littler holte 2025 (7:3 gegen Michael van Gerwen) und 2026 (7:1 gegen Gian van Veen) den Titel. Wer auf Littler setzt, setzt auf den aktuellen Dominator – aber van Gerwen, Price, Smith und Anderson stehen in der Liste, und der nächste Name kann ein anderer sein.
Einsatzdisziplin schlägt Quotenlesen. Wer pro Wette ein Prozent des Budgets riskiert, überlebt eine Verlustserie von zehn Wetten mit etwa 90 Prozent des Budgets. Wer fünf Prozent riskiert, ist nach zehn Verlusten halb pleite. Die Disziplin ist die einzige Wette, die der Wettende selbst kontrolliert.
Wettarten und Quoten
Sieger, Leg, Handicap
Die häufigsten Wettarten auf eine Darts-Begegnung sind Siegerwette (Wer gewinnt das Match?), Handicap-Wetten (Wer gewinnt mit virtuellem Satz- oder Leg-Vorsprung?) und Spezialwetten (Wer holt das erste Leg? Wer wirft den höchsten Checkout? Wer trifft die meisten 180er?). Bei der PDC-WM sind 180er-Märkte ein Klassiker – ein Maximum von drei Treffern in der Triple 20 ist im Darts der Standard, und ein Spieler mit hoher 180er-Quote dominiert die Statistik.
Ein Kombiboost belohnt mehrere Voraussagen auf einem Wettschein. Bei Sporttip gilt der Boost nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, verlangt pro Voraussage eine Quote von mindestens 1.50 und staffelt sich: 5 % Bonus bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Der Boost erhöht den Nettogewinn, nicht den Einsatz, und ist in Höhe und Nutzung pro Spielendem limitiert.
Was die Quote über die Marge verrät
Eine Quote von 1.90 auf jede Seite eines Zweiwege-Markts hat eine implizite Wahrscheinlichkeit von etwa 52,6 % pro Seite – addiert sind das 105,3 %. Die fehlenden 5,3 % sind die Marge der Buchmacherin. Beispielrechnung für eine illustrative 1.90/1.90-Wette auf den Sieger: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 95,0 %, Marge ≈ 5,0 %. Bei einer Quote von 1.85/1.85: Auszahlungsquote ≈ 94,6 %, Marge ≈ 5,4 %. Bei 1.95/1.95: Auszahlungsquote ≈ 95,4 %, Marge ≈ 4,6 %. Die Marge schwankt je nach Markt und Anbieter – sie ist der Preis, den jede Lesung zahlt, ob sie gewinnt oder verliert. Bei Livewetten ist die Marge oft höher als bei Prematch-Wetten, weil das Risiko für die Veranstalterin kürzerfristig schwerer zu kalkulieren ist.
Beispiel für die Auszahlung: Einsatz CHF 20, Quote 3.50, Gewinn = 20 × 3.50 = CHF 70 (Rückzahlung inklusive Einsatz), Nettogewinn = 20 × (3.50 − 1) = CHF 50. Bei einer Kombiwette mit zwei Auswahlen zu 2.10 und 1.80 wird die kombinierte Quote 2.10 × 1.80 = 3.78; derselbe Einsatz bringt dann 20 × 3.78 = CHF 75,60 zurück.
Cash-Out als Schweizer Feature
Cash-Out heisst, eine laufende Wette vor dem Ende des Spiels zu verkaufen. Bei Sporttip ist Cash-Out nur online verfügbar, nur als vollständiger Ausstieg (kein Teil-Cash-Out), und nur für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten – vor Spielbeginn und live. Ein ausgeführtes Cash-Out ist endgültig; eine Garantie für jeden Markt gibt es nicht. Der ausgezahlte Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn bei Nicht-Verkauf – die Bank ohne Empörung. Resultat: Cash-Out ist eine Absicherung, kein Gewinn, und sie kostet die Marge der Buchmacherin mit.
Die wichtigsten Turniere
PDC-Weltmeisterschaft
Die PDC World Darts Championship wird im Alexandra Palace in London ausgetragen, dauert rund drei Wochen von Dezember bis Januar, und seit 2026 nehmen 128 Spieler teil. Der Modus: Wer zuerst drei Legs holt, gewinnt einen Satz; die Zahl der nötigen Sätze steigt im Turnierverlauf. Phil Taylor hält den Rekord mit 14 Titeln, Luke Littler holte 2025 (7:3 gegen Michael van Gerwen) und 2026 (7:1 gegen Gian van Veen). Die PDC wurde am 16. Januar 1992 in Brentwood (Essex) gegründet, ist kein Verband, sondern ein gewinnorientiertes Unternehmen und trägt die WM seit 1994 aus.
Pro Tour und European Tour
Die Pro Tour der PDC besteht seit 2002. Für 2025 waren 48 Pro-Tour-Events geplant, aufgeteilt in 34 Players Championships und 14 Turniere der European Darts Tour. Die European Tour bringt die besten Spieler der Halle in europäische Hallen; die Players Championship ist das Spielfeld der Tour-Spieler. Beide Serien produzieren Form-Daten, die für die WM-Einschätzung wichtig sind.
Ligaabende und Premier League
Die Premier League Darts ist eine Liga der besten Spieler, gespielt an wechselnden Orten von Februar bis Mai. Sie produziert kurze Sets für die Livewette und damit auch die meisten Quoten für die Halle, in der die Wettende sitzt. Die Quoten für Premier-League-Spiele sind bei Sporttip und Jouez Sport verfügbar, soweit die Gespa-Liste die Spiele listet.
Anbieter im Vergleich
Die folgende Übersicht zeigt die zwei Schweizer Veranstalterinnen und eine Auswahl ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Liste ist nicht legal, beschreibend: Die beiden Schweizerinnen dürfen anbieten, die anderen nicht. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, spielt ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Ausschlussregister, ohne Schweizer Rekurs. Die Spalte «Bewilligung» zeigt nur den Status, kein Versprechen.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS) | Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel – Aufsicht Gespa |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS) | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne – Aufsicht Gespa |
| Rabona | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Anbieter nicht etabliert |
| Rollbit | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Anbieter nicht etabliert |
| X3Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Drittquellen: Tobique (Kanada) – ohne Kraft in der Schweiz |
| bet-at-home | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Anbieter nicht etabliert |
| Cloudbet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Anbieter nicht etabliert |
| Boomerang Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Anbieter nicht etabliert |
| 1Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Anbieter nicht etabliert |
| HighFlyBet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Anbieter nicht etabliert |
Swisslos Sporttip
Swisslos ist die Veranstalterin für die Deutschschweiz, Ticino und Liechtenstein. Sporttip verlangt einen Mindesteinsatz von CHF 1 und einen Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette sowie CHF 10’000 pro Systemwette. Livewetten sind möglich, vollständig mit Score und ohne Teil-Cash-Out. Cash-Out ist online verfügbar, gilt für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor und live, und ist nicht für jeden Markt garantiert. Ein Quotenboost gilt nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; ein Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz, ist nur einmal pro Person nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei Cash-Out verfällt der Boost. Bei einem Live-Tor oder einem WM-Satzgewinn verfällt der Boost; ein Boost nach dem Boost macht den Wettschein ungültig.
Vor der ersten Teilnahme setzen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage; die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden. Eine Spielsperre ist produktbezogen für 1 bis 180 Tage möglich; eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und in Liechtenstein. Wer Cash-Out nimmt, bekommt einen tieferen Betrag als den möglichen Wettgewinn; der genaue Betrag hängt vom Stand der Ereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Sporttip ist die breiteste legale Wette, die die Schweiz hat, weil sie die einzige legale Wette für die meisten Deutschen ist. Lieferung: eigene Halle, eigene Limits, eigene Spielsperre. Wer in der Deutschschweiz wohnt, liefert an dieser Stelle.
Loterie Romande Jouez Sport
Loterie Romande bedient die Westschweiz – Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf, Jura – und beschäftigt 221 Personen, die 2’350 Verkaufsstellen betreuen. Jouez Sport ist die Sportwetten-Marke der Veranstalterin. Die Spielregeln orientieren sich an den bundesrechtlichen Vorgaben: Verlustlimiten, Spielsperre, eine Registrierung pro Person, Mindestens 18 Jahre. Das Vertragsgebiet ist klar – wer in Genf wohnt, spielt hier, nicht bei Sporttip. Wer in der Romandie wohnt, liefert an Jouez Sport, weil die Wette in der Romandie legaler nicht anderswo stattfindet. Der Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne ist die Halle, in der die Wette hier aufgemacht wird.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung — Anbieter im Vergleich
Die folgenden Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung und sind in der Schweiz nicht zugelassen: Rabona, Rollbit, X3Bet, bet-at-home, Cloudbet, Boomerang Bet, 1Bet, HighFlyBet. Bei X3Bet nennen Drittquellen eine Lizenz aus Tobique in Kanada – in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS). Bei den anderen ist die Lizenz nicht etabliert oder nicht überprüfbar. Wer dort spielt, spielt ohne Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister, ohne Schweizer Rekurs, und seine Gewinne unterliegen je nach Kanton einer anderen Steuerlogik. Domains dieser Anbieter können auf der Gespa-Sperrliste landen und per DNS gesperrt werden – der Zugang ist dann im Host stundenlang unterbrochen, die Bank ohne Treuhand. Die Wette kostet hier mehr, als sie verspricht.
Rechenbeispiel: Was kostet die Quote?
Die Marge einer Wette ist der Anteil des Einsatzes, den die Veranstalterin im Schnitt einbehält. Für eine illustrative Zweiwege-Wette mit Quote 1.90/1.90 auf den Sieger eines Matches gilt:
- Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 95,0 %
- Marge ≈ 5,0 %
Für eine Quote 1.85/1.85:
- Auszahlungsquote ≈ 94,6 %
- Marge ≈ 5,4 %
Für eine Quote 1.95/1.95:
- Auszahlungsquote ≈ 95,4 %
- Marge ≈ 4,6 %
Die Marge liegt je nach Anbieter und Markttyp zwischen rund 3 % und 8 %. Bei exotischen Märkten – erster 180er, höchster Checkout – ist sie höher als bei Hauptmärkten. Bei Livewetten ist sie oft höher als bei Prematch-Wetten, weil das Risiko kürzerfristig schwerer zu kalkulieren ist. Die Marge ist der Preis der Wette, nicht ihr Gewinn.
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Quote: Faktor, mit dem der Einsatz multipliziert wird, um den Bruttogewinn zu berechnen.
- Marge: Anteil des Einsatzes, den die Veranstalterin im Schnitt einbehält.
- Auszahlungsquote: Anteil des Einsatzes, der im Schnitt an alle Wettenden zurückfliesst.
- Cash-Out: Verkauf einer laufenden Wette vor dem Ende des Spiels.
- Kombiwette: Wette mit mehreren Voraussagen; alle müssen eintreffen.
- Systemwette: Variante der Kombiwette, bei der einzelne Voraussagen falsch sein dürfen.
- Livewette: Wette während des laufenden Spiels.
- Spielsperre: Selbst gesetzter Ausschluss vom Glücksspiel.
- Verlustlimite: Selbst gesetzte Obergrenze für Verluste pro Zeitraum.
- Sperrliste: Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS sperren.
Häufige Fragen zu Darts-Wetten in der Schweiz
Gibt es sichere Darts-Tipps?
Kein Tipp ist sicher. Eine Prognose entsteht aus Form, Average und Checkout-Quote – drei Bausteine, die zusammen eine Vorstellung von der Eintrittswahrscheinlichkeit ergeben, aber keine Garantie. Wer heute auf den Favoriten setzt, gewinnt meistens, aber nicht immer. Ein Neun-Darter oder ein verpatzter Checkout reicht, um das Match zu drehen.
Wie weiter erkenne ich eine Value-Wette im Darts?
Eine Value-Wette liegt vor, wenn die Quote der Veranstalterin über der eigenen Wahrscheinlichkeitseinschätzung liegt. Wer einen Average von 105 und eine Checkout-Quote von 45 % sieht und daraus eine Siegeswahrscheinlichkeit von 60 % ableitet, aber nur eine Quote von 1.50 bekommt, hat keine Value. Wer bei derselben Einschätzung eine Quote von 1.80 bekommt, hat Value. Die Value liegt im Auge der Wettenden.
Darf ich in der Schweiz auf die Darts-WM wetten?
Ja, aber nur bei Swisslos Sporttip (Deutschschweiz, Ticino, Liechtenstein) oder Loterie Romande Jouez Sport (Romandie). Beide führen die PDC-WM im Programm, soweit die Gespa-Liste die Spiele ausweist. Ausländische Anbieter wie bet-at-home oder Cloudbet sind in der Schweiz nicht zugelassen – ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen.
Wie wirken sich Sets und Legs auf Sieger-Wetten aus?
Ein Sieger-Tipp wettet auf das gesamte Match, nicht auf einzelne Legs. Bei der PDC-WM steigt die Zahl der nötigen Sätze im Turnierverlauf; ein Handicap-Tipp setzt auf einen Satz- oder Legvorsprung. Wer «Sieg» wettet, wettet auf das Ende, nicht auf den Zwischenstand.
Wie viel pro Wette ist sinnvoll?
Wer pro Wette ein Prozent des Budgets riskiert, überlebt eine Verlustserie. Wer fünf Prozent riskiert, ist nach zehn Verlusten halb pleite. Die Disziplin entscheidet, nicht die Quote. Eine Verlustlimite für 1, 7 und 30 Tage ist bei Sporttip Pflicht – sie ist die einzige Wette, die der Wettende selbst kontrolliert.
Welche Marge steckt in Darts-Quoten?
Für eine illustrative Zweiwege-Wette auf 1.90/1.90 liegt die Marge bei rund 5 %. Bei 1.85/1.85 sind es rund 5,5 %, bei 1.95/1.95 rund 4,5 %. Die Marge schwankt je nach Anbieter, Markt und Zeitpunkt – sie ist der Preis, den jede Wette zahlt, ob sie gewinnt oder verliert. Auszahlung = Einsatz × Quote; Nettogewinn = Einsatz × (Quote − 1).
Sportarten – europacupwetten
Inhalt erstellt vom Team «europacupwetten»
