Wettquote-Rechner: So berechnet sich Ihr Wettgewinn
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Wer eine Wette platziert, will vorher wissen, was hinten herauskommt. Genau diese Frage beantwortet ein Wettquote-Rechner, und in der Schweiz hängt die Antwort an zwei Namen: Sporttip von Swisslos und Jouez Sport von Loterie Romande. Beide Veranstalter runden am Ende nach eigenen Regeln, ein Rechner liefert darum eine Schätzung, nie eine Garantie. Wer das versteht, geht mit anderen Augen in den nächsten Wettschein.
Stand: Oktober 19, 2026 · abgeglichen mit den Spielregeln Sporttip (Version 4.2) und dem Reglement Jouez Sport (17. Auflage, September 2024).
Wettmärkte und Wettarten: Was ein Rechner überhaupt berechnet
Ein Wettquote-Rechner nimmt im einfachsten Fall zwei Zahlen entgegen, den Einsatz und die Quote, und gibt den Bruttogewinn zurück. Bei Kombiwetten multipliziert er zuerst die Einzelquoten zur Gesamtquote, bei Systemwetten zerlegt er die Gesamtquote in alle möglichen Teilkombinationen. Drei Wettarten prägen den Alltag in der Schweiz.
Einzelwette: Einsatz mal Quote
Die Einzelwette ist der Ausgangspunkt jeder Berechnung. Bruttogewinn = Einsatz × Quote, Nettogewinn = Einsatz × (Quote − 1). Wer 10 Franken auf Quote 2.50 setzt, bekommt 25 Franken zurück, der Nettogewinn beträgt 15 Franken. Bei Sporttip und Jouez Sport folgt danach die hauseigene Rundung, die das Resultat um ein paar Rappen verschieben kann, dazu später mehr.
Kombiwette: Einzelquoten multiplizieren
Eine Kombiwette kombiniert mehrere Voraussagen auf einem Schein. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten, 1.80 × 2.20 × 3.10 = 12’276, der Bruttogewinn ergibt sich aus Einsatz mal Gesamtquote. Bei Sporttip gilt die Gesamtquote nur, wenn jede Voraussage Quote 1.10 oder mehr erreicht; bei Jouez Sport ebenfalls, und die Gesamtquote darf 100’000 nicht übersteigen. Kombiboost und Quotenboosts verändern das Ergebnis zusätzlich, ein simpler Rechner blendet solche Boni nicht ein.
Systemwette: viele Scheine aus einem Tippfeld
Eine Systemwette erzeugt aus mehreren Voraussagen mehrere Teilwetten auf einen Schlag. Bei einem System 2 aus 3 entstehen drei Kombinationen zu je zwei Voraussagen, bei einem System 3 aus 4 vier Kombinationen zu je drei. Der Rechner muss daher alle Teilscheine einzeln ausrechnen und am Ende summieren, was bei einem Treffer ausgezahlt wird. Fehlt ein Ergebnis, bleiben die anderen Scheine dennoch offen, das unterscheidet die Systemwette von der Kombiwette.
Livewette und Cash-Out: zwei Sonderfälle
Bei Livewetten ändert sich die Quote sekündlich, ein Rechner braucht eine aktuelle Eingabe. Sporttip wertet Wetten, die nach dem tatsächlichen Ergebnis platziert werden, ohnehin mit Quote 1.00, und kann Wetten in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter oder Rote Karte ebenfalls auf 1.00 setzen. Cash-Out bei Sporttip gibt es nur online und nur als vollständiges Cash-Out, der Betrag ist tiefer als der mögliche Vollgewinn und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden. Rechner bilden Cash-Out nicht ab, das ist eine Veranstalterfunktion.
Rechner im Vergleich: Was die gängigen Tools leisten
Wer nach «Wettquote-Rechner» sucht, stösst auf Webseiten, Apps und Tabellenkalkulationen. Sie unterscheiden sich in vier Punkten.
| Einordnung | Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|---|
| Lizenziert | Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Lizenziert | Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS) | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
| Ohne Schweizer Bewilligung | WirWetten | keine | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| Ohne Schweizer Bewilligung | BillyBets | keine | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| Ohne Schweizer Bewilligung | Bahigo | keine | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| Ohne Schweizer Bewilligung | Boomerang Bet | keine | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| Ohne Schweizer Bewilligung | Interwetten | keine | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| Ohne Schweizer Bewilligung | HighFlyBet | keine | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| Ohne Schweizer Bewilligung | Rabona | keine | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| Ohne Schweizer Bewilligung | Rollbit | keine | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
Die Tabelle trennt lizenzierte von nicht lizenzierten Anbietern. Wer in der Schweiz wettet, hat nur bei Sporttip und Jouez Sport einen Schweizer Veranstalter vor sich, und nur diese beiden Marken teilen das Spielerkonto mit dem Schweizer Ausschlussregister. Ausländische Marken erscheinen in der Tabelle, weil Schweizer Spielende ihnen im Netz begegnen; eine Bewertung ihrer Quote oder ihres Wettprogramms ist für Schweizer Spieler jedoch nicht möglich, da diese Anbieter über keine Schweizer Bewilligung verfügen.
Was jeder Rechner können muss
Vier Funktionen trennen einen brauchbaren Rechner von einer Spielerei.
Erstens die Eingabe der Wettart. Wer eine Systemwette 2 aus 3 prüft, braucht ein anderes Formular als jemand, der eine Einzelwette durchrechnet. Zweitens die korrekte Quotenmultiplikation bei Kombi- und Systemwetten, eine Tabelle rechnet schneller als ein Taschenrechner. Drittens die Berücksichtigung der Schweizer Rundung, jedenfalls optional, denn Sporttip rundet zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf 5 Rappen genau ab. Viertens eine Marge-Anzeige, die aus zwei Quoten eines Marktes die Auszahlungsquote und die Marge berechnet, mehr dazu im Abschnitt zur impliziten Wahrscheinlichkeit.
Was Rechner nicht abdecken
Rechner kennen keine Boni, keine Limits und keine Annahmeregeln. Sporttip vergibt einen Kombiboost nur online und nur, wenn jede Voraussage mindestens Quote 1.50 hat, ein simpler Rechner blendet das nicht ein. Quotenboosts und Profitboosts sind an Einsatz und Erhöhung gebunden und verfallen bei Cash-Out. Und am Ende entscheidet der Veranstalter, ob die Wette überhaupt angenommen wird, zu hohe Einsätze lehnt Sporttip ohne Begründung ab. Diese Regeln stehen in den Spielregeln, nicht im Rechner.
Grundlagen: Einsatz, Quote, Bruttogewinn, Nettogewinn
Ein Wettschein kennt vier Zahlen, die jeder Rechner braucht: Einsatz, Quote, Bruttogewinn und Nettogewinn. Wer die vier sauber trennt, versteht auch, warum ein Rechner nie das Letzte sagt.

Die Formel im Kopf
Bruttogewinn = Einsatz × Quote. Nettogewinn = Einsatz × (Quote − 1). Die Differenz zwischen Brutto- und Nettogewinn ist der Einsatz, der bei einem Gewinn zurückkommt. Wer 20 Franken auf Quote 1.85 setzt, bekommt 37 Franken brutto, 17 Franken netto. Bei einer Kombiwette mit Gesamtquote 12.28 und Einsatz 5 Franken sind es 61.40 brutto und 56.40 netto, die 5 Franken Einsatz werden bei einem Gewinn mit zurückgezahlt, sie fehlen im Nettogewinn.
Die implizite Wahrscheinlichkeit
Die Quote spiegelt eine Wahrscheinlichkeit. Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote q ist 1 ÷ q, bei Quote 2.00 sind es 50 %, bei Quote 4.00 sind es 25 %. Wer zwei Quoten eines Marktes kennt, etwa 1.90 für Heimsieg und 1.90 für Auswärtssieg, kann daraus die Marge des Marktes berechnen, das ist die Stille Reserve des Marktes und der wichtigste Kostenfaktor jeder Wette.
Die Marge als Rechenaufgabe
Ein illustrativer Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten 1.90 ergibt rechnerisch eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1 ÷ 1.90 + 1 ÷ 1.90) ≈ 0.95, also rund 95 %. Die Marge ist die Differenz zu 100 %, in diesem Beispiel etwa 5 %. Der Veranstalter behält von jedem Franken, der auf den Markt gesetzt wird, etwa 5 Rappen als Marge, unabhängig vom Ausgang. Wer Quote 1.90 auf beiden Seiten sieht, wettet gegen einen Markt mit knapp 5 % Marge. Der Wert ist eine Schätzung über viele Wetten und keine Garantie für den Einzelfall.
Diese 5 % sind der Preis des Marktes. Sie schlagen auf jede Wette durch, ein Rechner kann sie zeigen, aber nicht vermeiden. Wer seinen erwarteten Verlust senken will, wettet auf Märkten mit niedriger Marge, doch selbst die besten Schweizer Veranstalter kommen mit ihren Fussballmärkten selten unter 4 %, das zeigen Stichproben in den Wettprogrammen.
Schweizer Rechtslage: Wer überhaupt rechnen lassen darf
In der Schweiz darf nur Sportwetten anbieten, wer eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz besitzt. Die Konzession ist auf zwei Veranstalter beschränkt, Swisslos und Loterie Romande, beide Produkte sind Grossspiele im Sinne des BGS und werden von der Gespa beaufsichtigt. Werbung für nicht bewilligtes Glott in der Schweiz ist eine Widerhandlung, Geldstrafen bis CHF 500’000 sind möglich.

Die zwei Veranstalter und ihre Gebiete
Swisslos betreibt Sporttip in den Deutschschweizer Kantonen Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Zug und Zürich, im Tessin sowie im Fürstentum Liechtenstein. Loterie Romande betreibt Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Beide Veranstalter verlangen für ein Online-Spielerkonto den Wohnsitz im eigenen Gebiet. Wer im falschen Kanton wohnt, bekommt kein Konto.
Was nicht bewilligt ist
Ausländische Wettanbieter dürfen in der Schweiz keine Sportwetten anbieten, ihre Lizenz hat hier keine Kraft. Die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains, die Schweizer Internetprovider per DNS blocken, Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste. Spielerinnen und Spieler machen sich nicht strafbar, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und der Schutz der Schweizer Aufsicht greift nicht. Wer trotzdem spielt, hat im Streitfall kein Schweizer Recht vor sich.
Werbung, Boni und Verrechnungssteuer
Werbung für nicht bewilligte Angebote ist verboten. Lizenzierte Anbieter dürfen bewilligte Boni anbieten, Gratisspielguthaben aus Promotionen ist allerdings nicht auszahlbar und bleibt auf dem Spielkonto. Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn, der Bund setzt den Schwellenwert ab dem 1.1.2026 auf CHF 1’071’000, die Kantone setzen eigene Werte, daher gilt je nach Kanton. Oberhalb des Schwellenwerts zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen je nach Kanton einer anderen Praxis, in Thurgau etwa sind sie unabhängig vom Betrag steuerbares Einkommen.
Verantwortungsvolles Wetten: Was der Rechner nicht zeigt
Ein Wettquote-Rechner zeigt den möglichen Gewinn, nicht die Kosten über die Zeit. Genau diese Lücke schliessen die Spielerschutzregeln der beiden Schweizer Veranstalter, die Gespa-Aufsicht und das Schweizer Ausschlussregister.
Verlustlimiten, Senkung und Erhöhung
Wer bei Swisslos online spielen will, setzt vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, eine Karenzzeit, die vor impulsivem Nachschub schützt. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage. Jouez Sport verlangt vor der ersten Wette ebenfalls Limiten, die genauen Werte stehen im Reglement.
Spielsperre und Ausschlussregister
Swisslos erlaubt eine produktbezogene Selbstsperre für 1 bis 180 Tage ohne vorzeitige Aufhebung, eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt für Casinos, Online-Casinos und Liechtenstein. Das Register ist das eigentliche Schutzinstrument, weil es die Sperre über einen Anbieter hinaus trägt. Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden, eine Aufhebung der freiwilligen Sperre ist frühestens nach drei Monaten möglich.
Werbung an Minderjährige und Testkäufe
Minderjährige dürfen weder online noch an Verkaufsstellen spielen, die Gespa führt regelmässig Testkäufe durch. Im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Versuchen ein Wettschein an eine minderjährige Person verkauft, ein Ergebnis, das den Schutz an der Verkaufsstelle relativiert. Wer ein Konto für sich selbst führt, sollte diese Zahl kennen, sie zeigt, dass das schwächste Glied der Kette nicht das eigene Verhalten ist, sondern das Verhalten anderer.
Was das für den Rechner bedeutet
Wer den Rechner benutzt, sieht den Gewinn einer einzelnen Wette. Wer seinen Einsatz planen will, rechnet zusätzlich den Verlust über einen Monat aus, etwa 30 Wetten à 20 Franken bei durchschnittlicher Marge 5 %, ergibt ein erwartetes Verlustvolumen von rund 30 Franken. Wer sein Verlustlimit auf 100 Franken im Monat setzt, kommt mit dieser Strategie nicht hin, ein Rechner hilft auch hier.
Sporttip: Der Rechner im Haus des grössten Schweizer Veranstalters
Swisslos Sporttip ist für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein zuständig. Das Spielerkonto gilt nur für Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz im Vertragsgebiet, Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Die Online-Registrierung verlangt die Identitätsprüfung per Ausweis und prüft die Adresse gegen Datenbanken, ein zweites Konto ist nicht möglich.
Einsätze, Gewinne und Rundung
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Sporttip rundet den Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf 5 Rappen genau ab. Ein simpler Rechner kennt diese Rundung nicht, das Ergebnis weicht daher oft um wenige Rappen vom Spielkonto ab.
Wer 50 Franken auf Quote 2.45 setzt, kommt auf 122.50 Franken, abgerundet auf 5 Rappen sind es 122.50 Franken. Wer 7.40 Franken auf Quote 1.95 setzt, kommt auf 14.43 Franken, abgerundet 14.40 Franken. Wer 11 Franken auf Quote 3.15 setzt, kommt auf 34.65 Franken, abgerundet 34.65 Franken. Wer 3.33 Franken auf Quote 4.40 setzt, kommt auf 14’652, auf zwei Stellen aufgerundet 14.66, dann auf 5 Rappen genau 14.65 Franken. Das sind kleine Beträge, in der Summe vieler Wetten fallen sie ins Gewicht.
Kombiboost, Quotenboost und Profitboost
Sporttip vergibt online einen Kombiboost auf den Nettogewinn, der mit der Anzahl der Voraussagen steigt: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen, sofern jede Voraussage Quote 1.50 oder mehr erreicht. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen angegebenen Prozentsatz, beide sind pro Person nur einmal nutzbar und verfallen bei Cash-Out.
Abhängige Ereignisse und Bet-Builder
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung kombiniert Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion. Werden solche Kombinationen irrtümlich ohne diese Funktion angenommen, kann Swisslos die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Rechner kann diese Funktion nicht abbilden, das macht ihn für Wetten auf ein Spiel unvollständig.
Cash-Out nur online und nur vollständig
Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Ereignisse ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden. Cash-Out ist nicht für jeden Markt garantiert, und ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Wer Cash-Out nutzt, verlässt die Rechenwelt des Quotenrechners, dort gibt es diese Variable nicht.
Verfall von Gewinnen und Einsprache
Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Bei einer verweigerten Auszahlung bleibt eine Einsprachefrist von 10 Tagen, einzulegen per eingeschriebenem Brief. Wer das Ergebnis nachprüfen will, hat daher 26 Wochen Zeit für die Auszahlung, aber nur 10 Tage für eine Beschwerde, zwei Fristen, die ein Rechner nicht zeigt.
Fazit zu Sporttip
Sporttip ist der einzige lizenzierte Veranstalter für rund zwei Drittel der Schweiz, sein Rechner-Ersatz im Kopf sollte die Rundung auf 5 Rappen kennen und den Kombiboost nur dort einrechnen, wo er tatsächlich gilt. Wer Kombiboost, Quotenboost und Profitboost addiert, hat das Marketing im Schein und die Mechanik in der Realität.
Jouez Sport: Der Rechner im Haus des Westschweizer Veranstalters
Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Der Sitz liegt in Lausanne, Avenue de Provence 14, das Netz umfasst 2’350 Verkaufsstellen und rund 221 Mitarbeitende. Online spielt nur, wer im Vertragsgebiet wohnt und volljährig ist, das Spielerkonto folgt denselben Regeln wie bei Sporttip.
Einsätze und Quoten
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples ebenfalls CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Einzelwette oder eine Kombiwette muss eine Quote von mindestens 1.10 erreichen, die Gesamtquote einer Kombiwette darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette ist CHF 300’000, über alle Gewinnen eines Multiples zusammen CHF 1’000’000.
Mehrere Voraussagen und Multiples
Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Das ist weniger als bei vielen ausländischen Anbietern, die 20 oder mehr Voraussagen erlauben. Wer mit mehr Voraussagen plant, kommt hier an eine Mauer, und der Rechner hilft nur bedingt, weil die Plattform eine Kombiwette mit 11 Voraussagen gar nicht erst annimmt. Wer den Rechner nutzt, sollte die Obergrenze kennen und nicht in einem zehnten Tipp die Grenze überschreiten.
Fazit zu Jouez Sport
Jouez Sport ist der einzige lizenzierte Veranstalter in der Romandie, seine Einsätze sind kleiner als bei Sporttip, die Gewinnobergrenzen ebenfalls. Wer im Westschweizer Vertragsgebiet wohnt, kommt um diesen Anbieter nicht herum, ein Rechner hilft, das Angebot innerhalb der Limits zu prüfen.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: Worauf die Rechnung stösst
Wer in der Schweiz wohnt und einen ausländischen Anbieter nutzt, sitzt vor einem Produkt, das hier nicht zugelassen ist. WirWetten, BillyBets, Bahigo, Boomerang Bet, Interwetten, HighFlyBet, Rabona und Rollbit tragen alle das Label «ohne Schweizer Bewilligung», ihre ausländischen Lizenzen haben in der Schweiz keine Gültigkeit. Die Gespa kann ihre Domains auf die Sperrliste setzen, Schweizer Internetprovider blocken sie per DNS.
Warum ein Rechner trotzdem hilft
Die Formel ist dieselbe, Einsatz mal Quote, und die Marge ist eine reine Rechengrösse. Wer die Quote eines ausländischen Anbieters sieht, kann sie in einen Schweizer Rechner einsetzen und prüfen, wie das Ergebnis aussähe. Das hilft, Angebote zu vergleichen, ändert aber nichts daran, dass die Annahme in der Schweiz strafrechtlich verfolgt wird und kein Schweizer Schutz greift.
Warum die Lizenz hier trotzdem zählt
Eine ausländische Lizenz, etwa aus Malta oder Curaçao, hat in der Schweiz keine Kraft. Wer dort spielt, kann im Streitfall nicht auf die Schweizer Aufsicht zählen, sein Geld liegt im Ausland, und im Konfliktfall entscheidet das Recht des Lizenzlandes. Das Schweizer Ausschlussregister gilt dort nicht, eine Spielsperre bei Swisslos sperrt das Konto bei einem ausländischen Anbieter nicht. Wer die Wahl hat, ist mit dem Schweizer Veranstalter auf der sicheren Seite, ein Rechner rechnet, die Lizenz entscheidet.
Rechenbeispiel: Was eine faire Quote wirklich wert ist
Wer das Konzept versteht, rechnet ein eigenes Beispiel nach. Nehmen wir einen Zwei-Wege-Markt mit Quote 1.90 auf beiden Seiten. Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ (1 ÷ 1.90 + 1 ÷ 1.90), das ergibt rund 0.95 oder 95 %. Die Marge ist 100 % − 95 % = 5 %. Wer 100 Franken verteilt auf beide Seiten setzt, bekommt am Ende rund 95 Franken zurück, 5 Franken Marge bleiben beim Veranstalter.
Setzen wir die gleiche Rechnung mit Quote 1.85 und 2.05 an. Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ (1 ÷ 1.85 + 1 ÷ 2.05) ≈ 0’974 oder rund 97.4 %, die Marge etwa 2.6 %. Das ist die Untergrenze dessen, was ein Markt haben kann, ohne dass eine Seite deutlich überzahlt wird. Wer zwei Quoten addiert sieht, ob ein Markt fair ist, die Summe aus 1 ÷ Quote₁ und 1 ÷ Quote₂ sollte unter 1.00 liegen, je weiter darunter, desto mehr bleibt beim Veranstalter.
Diese 5 % sind der Preis des Marktes. Wer 1’000 Franken im Monat setzt, verliert im Erwartungswert etwa 50 Franken, ohne eine einzige Wette zu gewinnen oder zu verlieren. Das ist kein Rechenfehler, das ist die Marge. Wer seinen Verlust über das Jahr plant, kommt auf rund 600 Franken, genug für eine kleine Reise, und wer die Marge nicht beachtet, wettet gegen ein System, das ihn langfristig kostet, ohne dass er es merkt.
Rechner im Alltag: Wie Sie ihn praktisch nutzen
Ein Wettquote-Rechner ist am nützlichsten in drei Momenten: vor dem Platzieren der Wette, beim Vergleich zweier Angebote und bei der Kontrolle des Wettscheins nach der Auswertung. Vor dem Platzieren prüfen Sie den voraussichtlichen Gewinn und achten darauf, dass Einsatz, Quote und Rundung stimmen. Beim Vergleich zweier Angebote sehen Sie, ob die höhere Quote den höheren Einsatz rechtfertigt. Nach der Auswertung prüfen Sie, ob der ausgezahlte Betrag dem erwarteten Betrag entspricht, und falls nicht, prüfen Sie die Rundung oder die Bonusregeln.
Drei Punkte, die der Rechner nicht prüft
Erstens die Annahme. Eine Wette über dem Höchsteinsatz wird bei Sporttip nicht angenommen, der Rechner rechnet trotzdem. Zweitens die Bonusregeln. Ein Kombiboost wird nur dann addiert, wenn alle Voraussagen Quote 1.50 oder mehr erreichen, das prüft der Rechner nicht. Drittens die Verfügbarkeit des Marktes. Ein Rechner rechnet, auch wenn der Markt in der Schweiz gar nicht angeboten wird, die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten ist abschliessend.
Wann ein Rechner an seine Grenze stösst
Bei Livewetten, deren Quoten sich sekündlich ändern, ist ein Rechner eine Momentaufnahme, das Ergebnis gilt nur für die eingegebene Quote. Bei Cash-Out-Wetten rechnet der Rechner nicht, weil Cash-Out ein eigener Marktpreis ist, den der Veranstalter bestimmt. Bei Bonusaktionen wie Quotenboost oder Profitboost verändert sich die effektive Quote, der Rechner zeigt nur die Basisquote. Wer einen dieser Fälle prüft, kommt mit dem Rechner allein nicht weiter.
Häufige Fragen zum Wettquote-Rechner
Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote?
Der Bruttogewinn ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn ist Einsatz mal (Quote − 1). Bei einer Einzelwette von 20 Franken auf Quote 2.40 sind das 48 Franken brutto und 28 Franken netto, der Einsatz wird mit dem Gewinn zurückgezahlt. Bei Sporttip folgt danach die hauseigene Rundung, zuerst auf zwei Nachkommastellen aufrunden, dann auf 5 Rappen genau abrunden, daher kann der ausgezahlte Betrag um wenige Rappen abweichen.
Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette aus den Einzelquoten berechnet?
Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Bei drei Voraussagen mit 1.80, 2.20 und 3.10 ergibt sich eine Gesamtquote von 12’276, der Bruttogewinn ist Einsatz mal 12’276. Bei Jouez Sport muss die Gesamtquote zwischen 1.10 und 100’000 liegen, sonst nimmt der Veranstalter die Wette nicht an. Bei Sporttip verlangt der Kombiboost zudem, dass jede Einzelquote mindestens 1.50 erreicht, sonst greift der Boost nicht.
Wie rundet Sporttip den Gewinnbetrag, und warum weicht er vom Ergebnis eines Rechners ab?
Sporttip rundet zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und anschliessend auf 5 Rappen genau ab. Das Ergebnis eines Rechners kennt diese Rundung nicht und weicht daher oft um wenige Rappen vom tatsächlich ausgezahlten Betrag ab. Wer exakt rechnen will, übernimmt die Rundung in seine eigene Tabelle oder prüft den ausgezahlten Betrag im Spielkonto.
Wie berechnen sich die implizite Wahrscheinlichkeit und die Marge aus den Quoten eines Spiels?
Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote q ist 1 ÷ q, bei Quote 2.00 sind es 50 %. Die Marge eines Marktes ist 100 % minus der Summe der reziproken Quoten aller Ausgänge. Bei Quote 1.90 auf beiden Seiten eines Zwei-Wege-Marktes ist die Summe der reziproken Quoten rund 1’053, die Auszahlungsquote etwa 95 %, die Marge etwa 5 %. Wer die Marge kennt, kennt seinen erwarteten Verlust pro eingesetztem Franken.
Wie rechnet sich eine Systemwette im Rechner, und welche Angaben sind nötig?
Eine Systemwette erzeugt aus n Voraussagen mehrere Teilscheine, etwa bei System 2 aus 3 drei Teilscheine zu je zwei Voraussagen. Der Rechner braucht die Anzahl der Voraussagen, die Auswahl des Systems, die Einzelquoten und den Einsatz pro Teilschein. Er berechnet für jeden Teilschein den Bruttogewinn und summiert am Ende die Gewinne aller Teilscheine. Bei Sporttip ist der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10’000, der eines Teilscheins darf den Höchsteinsatz nicht überschreiten.
Welche Mindest- und Höchsteinsätze setzen Sporttip und Jouez Sport?
Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500, ein Multiples-Schein insgesamt höchstens CHF 7’500. Die Veranstalter können die Limiten jederzeit ohne Begründung ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Quoten – europacupwetten
Inhalt erstellt vom Team «europacupwetten»
