La Liga Wetten in der Schweiz: Was erlaubt ist, was es kostet
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Stand: Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Gespa-Bewilligungsliste und die Spielregeln Sporttip Version 4.2.
Wer in der Schweiz auf die spanische Primera División wetten will, hat nicht die Qual der Wahl zwischen zwanzig internationalen Marken, sondern genau zwei Veranstalterinnen – Sporttip und Jouez Sport. Beide führen die spanische Liga im Programm, beide unterstehen der Gespa und beide teilen sich die Schweiz nach Sprachregionen auf. Alles, was in Online-Wettverzeichnissen darüber hinaus auftaucht, ist Werbung für Anbieter ohne Schweizer Bewilligung.
Die Primera División unterscheidet sich als Wettmarkt von anderen Ligen durch einen duopolistischen Favoritenkreis, eine kleine Spitzengruppe im Torschützenrennen und ein Wettprogramm, das Nachspielzeit noch dazuzählt und Verlängerungen ausschliesst. Wer hier wettet, setzt nicht nur auf einen Verein, sondern auf eine Quote, in der bereits eine Marge steckt, und auf einen Veranstalter, der nach Geldspielgesetz (BGS) verpflichtet ist, vor dem ersten Tipp Verlustlimiten zu setzen.
Was die Primera División als Wettbewerb ausmacht
Die spanische Primera División wurde 1929 gegründet. Das erste Spiel fand am 10. Februar 1929 statt, das erste Tor erzielte José Prat in der fünften Minute. Heute spielen 20 Vereine im Hin- und Rückspiel gegeneinander – 38 Spieltage, 380 Spiele pro Saison. Organisiert wird die Liga von der Liga Nacional de Fútbol Profesional (LFP), die am 26. Juli 1984 gegründet wurde und unter dem spanischen Fussballverband RFEF steht.

Bei Punktgleichheit zählt zuerst der direkte Vergleich, nicht die Tordifferenz. Aus der Primera División steigen die letzten drei Mannschaften in die Segunda División ab; die beiden Besten der Segunda División steigen direkt auf, die Plätze 3 bis 6 spielen in Play-offs um einen dritten Aufstiegsplatz. Die meisten Meistertitel hält Real Madrid mit 36, der Punkterekord einer Saison liegt bei 100 Zählern – aufgestellt von Real Madrid in der Spielzeit 2011/12 und vom FC Barcelona in 2012/13.
Die Primera División 2025/26 lief vom 15. August 2025 bis zum 24. Mai 2026. Meister wurde der FC Barcelona mit 94 Punkten aus 31 Siegen, einem Unentschieden und sechs Niederlagen. RCD Mallorca (42 Punkte), der FC Girona (41 Punkte) und Real Oviedo (29 Punkte) stiegen ab. Torschützenkönig wurde Kylian Mbappé von Real Madrid mit 25 Toren. Lionel Messi führt die ewige Torschützenliste mit 474 Treffern weiter an – eine Zahl, die zeigt, wie stark die Konzentration an der Spitze ist.
Wer in der Schweiz Sportwetten auf La Liga anbieten darf
Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) behandelt Online-Sportwetten als Grossspiel, beaufsichtigt von der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel brauchen beide Anbieter (Art. 21–25 BGS), und die Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport.

Swisslos ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und stützt ihre Sportwetten auf die interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Ein Online-Konto öffnet, wer mindestens 18 Jahre alt ist, im Vertragsgebiet wohnt oder sich gewöhnlich dort aufhält und keine Spielsperre hat – die Identität wird über den hochgeladenen Ausweis geprüft.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden. Wer im Tessin oder in der Deutschschweiz wohnt, kann dort kein Konto eröffnen – und wer in der Romandie wohnt, kann sich nicht bei Sporttip anmelden.
Welche Wetten auf La Liga bei Sporttip und Jouez Sport erlaubt sind
Die Gespa führt eine geschlossene Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS; Stand 10. September 2026). Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind in der Schweiz nicht erlaubt; auch Eckball- oder Kartenmärkte und ein Esports-Bereich fehlen in der Liste. Was genau zu La Liga angeboten wird, ergibt sich daraus – nicht aus den Werbeseiten der Veranstalterinnen.
Live-Wetten sind dort zulässig, wo die Veranstalterin eine entsprechende Bewilligung hält; das BGS kennt keinen statutarischen Ausschluss bestimmter Live-Märkte. Cash-Out ist regulatorisch nicht eigens geregelt – beschrieben wird es nur als Funktion der jeweiligen Veranstalterin. Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten an, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht zurücknehmen, und es besteht keine Garantie für jeden Markt.
Limits, Mindesteinsatz und die Marge hinter jeder Quote
Bevor ein Wettschein bei Sporttip abgegeben werden kann, müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Wer diese Limite aktiv anpasst, statt sie nur auf dem höchsten Wert zu belassen, behält die Kontrolle über das eigene Budget.
Die Einsatzspanne pro Wette ist eng: Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und pro Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Jede Quote enthält eine Marge – den Anteil, den die Veranstalterin pro eingesetztem Franken einbehält, bevor die Auszahlung an die Wettenden erfolgt. Für ein illustratives 1X2 mit den Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 ergibt sich rechnerisch eine Auszahlungsquote (1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60)) von rund 94 Prozent, entsprechend einer Marge von etwa 6 Prozent – ein Wert, wie er für mittelmännige Spitzenspiele realistisch ist. Für grosse Derbys mit viel Umsatz fällt die Marge kleiner aus, für Randereignisse deutlich höher. Die Auszahlungsquote ist das, was übrig bleibt; die Marge ist das, was die Veranstalterin behält. Wer Quoten vergleicht, vergleicht genau diese Differenz – und nicht den Werbepreis einer App.
Meisterschaftswette und Torschützenwette
Eine Meisterschaftswette ist eine Langzeitwette, deren Ausgang erst am Ende der Saison feststeht. Wer Anfang August auf den späteren Meister setzt, lässt sein Geld über neun Monate arbeiten – die Quote ist höher als bei einem einzelnen Spiel, weil das Risiko über die ganze Saison verteilt ist. Abgerechnet wird die Wette, sobald der Wettbewerb endgültig entschieden ist; je nach Veranstalterinregel kann ein Saisonunterbruch storniert oder zu Ende geführt werden.
Eine Torschützenquote liest sich wie eine Einzelwette: Tore, die ein Spieler erzielt, Quote mal Einsatz ergibt den Bruttogewinn, abzüglich Einsatz der Nettogewinn. Bei einer Quote von 3.50 und einem Einsatz von CHF 10 sind das CHF 35 Brutto und CHF 25 Netto – sofern der Spieler Torschützenkönig wird und nicht nur unter den ersten Drei landet. Die Torschützenwette enthält dieselbe Marge wie jedes andere Markt, weshalb der Favorit nicht zwingend die niedrigste Quote im ganzen Programm hat.
Wichtig ist die Frage der Spielzeit: Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (für Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist. Eine Wette auf «nächste Woche FC Sevilla» ist also eine andere Wette als «nächstes spanisches Pokalspiel», und wer nur den Verein wettet, schliesst Verlängerung nicht ein.
Warum kein noch so klarer Favorit ein sicherer Tipp ist
Wer auf Meisterschaft oder Torschützenkrone wettet, setzt auf eine Kette von Ereignissen, die ein einziger verletzungsbedingter Ausfall, eine Sperre oder ein Formtief unterbrechen kann. Eine Quote 1.50 auf einen klaren Favoriten bedeutet eine implizite Gewinnwahrscheinlichkeit von rund 67 Prozent – nicht 100. Das heisst: in einem Drittel der vergleichbaren Fälle gewinnt diese Wette nicht. Selbst eine Quote von 1.10 bedeutet noch rund 9 Prozent Wahrscheinlichkeit, dass der Favorit verliert, und sei es durch ein Eigentor.
Was ein Quotenvergleich zeigt, ist die Marge der verschiedenen Veranstalterinnen für denselben Markt – und die Schwankung der Quoten im Zeitverlauf. Wer früh wettet, sichert sich die Quote zum damaligen Stand; wer spät wettet, sieht die Form der letzten Wochen eingepreist. Beide Strategien sind Spekulation; eine statistisch wahrscheinlichere Wette ist noch keine Wette, die sich für das eigene Bankkonto rechnet.
Selbstsperre und Beratung – die Schwellen, bevor Schaden entsteht
Wer bei Swisslos oder Loterie Romande eine Spielsperre setzt, schliesst sich selbst vom Spielbetrieb aus. Swisslos lässt den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich nach drei Monaten aufheben – dazwischen liegt eine Phase, in der kein Geld fliesst, weder ein noch aus, und das ist ihre Funktion.
Wer merkt, dass die Wette zur Gewohnheit wird, findet in jeder Region eine Beratungsstelle: die Suchtfachstellen der Kantone, die nationale Anlaufstelle Suchtprävention und die Stiftung Spielsüchtige. Diese Stellen helfen nicht nur bei der Spielsperre, sondern auch bei einer ersten Einschätzung, ob das eigene Verhalten noch im Rahmen liegt. Die Gespa selbst führt keine Therapie – sie reguliert den Markt, sie behandelt nicht die Spielerin.
Auszahlung, Steuer und was vom Gewinn übrig bleibt
Gewinne aus bewilligten Grossspielen – wozu die ESTV Sportwetten zählt – sind in der Schweiz einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Auf Bundesebene liegt die Schwelle seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000; der kantonale Wert weicht ab, daher die Schweizer Formel «je nach Kanton». Über der Schwelle zieht die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Für eine typische Wette liegt der Gewinn weit unter dem Freibetrag – weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer fallen an.
Anders bei Gewinnen aus ausländischen Anbietern: keine Verrechnungssteuer, dafür behandelt mindestens der Kanton Thurgau solche Gewinne unabhängig von der Höhe als voll steuerpflichtiges Einkommen. Das ist keine Strafsteuer gegen Online-Wetten, sondern kantonale Praxis – wer im Thurgau wohnt und im Ausland wettet, deklariert den Gewinn. Allgemein gilt: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen, bevor der erste grosse Treffer kommt.
Anbietervergleich: Sporttip und Jouez Sport gegenüber ausländischen Marken
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin / berichtete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja (Sporttip) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja (Jouez Sport) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne |
| Funbet | Nein | Lizenz nicht ausgewiesen, ohne Wirkung in der Schweiz |
| 22Bet | Nein | Lizenz nicht ausgewiesen, ohne Wirkung in der Schweiz |
| bet365 | Nein | Lizenz nicht ausgewiesen, ohne Wirkung in der Schweiz |
| BetPanda | Nein | Lizenz nicht ausgewiesen, ohne Wirkung in der Schweiz |
| Rabona | Nein | Lizenz nicht ausgewiesen, ohne Wirkung in der Schweiz |
| FortuneJack | Nein | Lizenz nicht ausgewiesen, ohne Wirkung in der Schweiz |
| Coolzino | Nein | Lizenz nicht ausgewiesen, ohne Wirkung in der Schweiz |
| Wettigo | Nein | Lizenz nicht ausgewiesen, ohne Wirkung in der Schweiz |
Die Tabelle führt zwei Gruppen nebeneinander auf: zwei Veranstalterinnen mit Schweizer Bewilligung und acht ausländische Marken ohne diese Bewilligung. Beide Gruppen sind in der Schweiz erreichbar – die einen legal, die anderen über Werbung im Internet und teils blockiert über die Gespa-Sperrliste. Was sie trennt, ist nicht das Wettprogramm, sondern die Aufsicht und der Rekursweg. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS); wer dort wettet, hat im Streitfall keinen Schweizer Ansprechpartner.
Wer bei einer ausländischen Marke wettet, sollte wissen, dass diese Marken in der Schweiz keine Spielsperre kennen, kein Schweizer Sperrregister führen und Einsätze wie Gewinne nach ausländischem Hausrecht behandeln. Die Gespa testet jährlich den Jugendschutz an Verkaufsstellen – 2025 wurde an 47.5 Prozent der 200 getesteten Verkaufsstellen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Wer auf ausländischen Plattformen spielt, verlässt den Schutz dieses Testsystems.
Die zwei bewilligten Veranstalterinnen im Detail
Swisslos Sporttip – das breiteste Programm, mit strikten Limiten
Sporttip führt das gesamte deutsche Sprachgebiet und das Tessin, dazu Liechtenstein. Das Spielprogramm enthält die Primera División als Serie A-Liga mit voller Spieltagspalette, dazu Pokalwetten und Langzeitmärkte auf Meisterschaft und Torschützenkrone. Sporttip ist die einzige Veranstalterin, die Langzeitmärkte auf La Liga anbietet – Meisterschaft, Torschützenkönig, gegebenenfalls Auf- und Abstieg – und Cash-Out auf Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten vor und nach Spielbeginn.
Die Preisstruktur ist eng: Quotenboosts und Profitboosts sind online nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage verfügbar, beide nur einmal pro Wettende nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote je mindestens 1.50 und stockt den Nettogewinn um 5, 20, 40 oder 100 Prozent auf – je vier, sieben, zehn oder fünfzehn Voraussagen. Das ist viel Struktur für ein vergleichsweise kleines Programm; wer regelmässig spielt, lernt die Mechanik schnell.
Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche spätere Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Livewetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; auch in spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Für die Wettende bedeutet das: Cash-Out ist ein Werkzeug, kein Recht.
Verdienst von Swisslos 2025: Insgesamt CHF 562 Mio. Reingewinn – CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds, CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz (für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey, Sporthilfe). Davon stammten CHF 109 Mio. aus den Sportwetten (2024: CHF 122 Mio.). Das Geld, das bei Sporttip bleibt, geht nicht an einen internationalen Anteileigner, sondern zu einem grossen Teil in den Schweizer Sport – was der Swisslos-Slogan vom «Gewinn für die Schweiz» wörtlich nimmt.
Wer hier wettet, akzeptiert die Schweizer Preisstruktur und die Schweizer Vollständigkeit: kein Live-Stream, dafür die Gespa-Sperrliste als Hintergrundrauschen. Sporttip ist die richtige Adresse für deutschschweizer Wettende, die wissen wollen, dass ihr Geld in der Schweiz bleibt und im Streitfall vor einem Schweizer Schiedsgericht landet – nicht für jene, die ihr Wettkonto bei einer ausländischen Marke führen und dort Funktionen erwarten, die Sporttip in der Schweiz nicht bietet.
Loterie Romande Jouez Sport – kleiner Markt, eigene Vertriebsstruktur
Jouez Sport richtet sich an die Romandie und führt La Liga als spanische Top-Liga, allerdings mit einem schmaleren Programm als Sporttip. Wer in Genf, Waadt, Freiburg, Neuenburg, Jura oder Wallis wohnt, kann hier ein Konto eröffnen; Tessiner und Deutschschweizer bleiben aussen vor. Der Vertrieb läuft über 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz, neben dem Online-Kanal.
Die Verkaufsstellen sind der Kern des Modells: wer am Schalter wettet, geht zur nächsten Kiosk-Agentur, füllt einen Wettschein aus, gibt die Verlustlimite an und lässt sich vom Personal helfen. Für eine Liga wie La Liga mit viel Nacht- und Wochenendspielplan ist das ein Vorteil für alle, die nicht am Handy tippen wollen – und ein Nachteil für alle, die nach 22 Uhr spontan eine Live-Wette setzen möchten.
Die Spielregeln für Online sind im Grossen und Ganzen dieselben wie bei Sporttip – beide stützen sich auf dieselbe Bundesgesetzgebung und die interkantonale Vereinbarung. Die genauen Schnittstellen – welche Quoten, welche Boosts, welcher Live-Kalender – variieren, weil jede Veranstalterin ihr eigenes Programm führt. Für eine umfassende Bewertung fehlt im öffentlichen Material die Marge der einzelnen Märkte; Jouez Sport publiziert keine Auszahlungsquotentabelle, und wer vergleichen will, prüft selbst über mehrere Spieltage.
Wer in der Romandie wohnt, kann zwischen online und Schalter wählen; wer als Tourist oder Wochenaufenthalter vorübergehend in Genf ist, kann das Konto nur eröffnen, wenn der Wohnsitz dauerhaft in einem der sechs Kantone liegt. Diese Standortbindung ist nicht Werbung, sondern gesetzliche Voraussetzung für die Bewilligung.
Ausländische Marken – zwischen Werbepräsenz und Schweizer Sperrliste
Funbet, 22Bet, bet365, BetPanda, Rabona, FortuneJack, Coolzino und Wettigo tauchen in Schweizer Wettforen und Werbemails auf, weil sie ihre Plattformen mehrsprachig anbieten und den Schweizer Markt als Werbefläche behandeln. Keine dieser Marken verfügt über eine Schweizer Bewilligung; Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und wird mit Busse bis CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Die Gespa führt eine Sperrliste solcher Domains und sorgt dafür, dass Schweizer Telekomanbieter sie per DNS-Sperre blockieren.
Was diese Marken bieten, ist im Schweizer Vergleich breiter: mehr Wettmärkte pro Spiel, mehr Live-Streams, höhere Boosts, grössere Bonuspakete. Was sie nicht bieten, ist Schweizer Aufsicht. Eine ausländische Lizenz – aus Malta, Curaçao, Deutschland oder anderswo – hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das Spiel auf einer ausländischen Plattform ist nicht illegal für die Spielerin (das BJ stellt das klar), aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter beschlagnahmt werden. Im Streitfall bleibt nur der ausländische Gerichtsweg – und allenfalls eine Beschwerde bei der ausländischen Aufsicht, deren Reichweite in der Schweiz endet.
Wer hier wettet, sollte die Rechnung vorher aufmachen: die Marge auf den Standardmärkten liegt häufig im Bereich von 6 bis 8 Prozent, vergleichbar mit Schweizer Wettanbietern; die Marge auf Spezialmärkten übersteigt 10 Prozent. Die Boosts gleichen den Werbeaufwand nicht aus – sie verlagern ihn auf den Wettschein der Spielerin. Wer auf einer ausländischen Plattform wettet, sollte sich bewusst sein, dass ein «Bonus» in der Buchhaltung dieser Anbieter eine Werbekostenposition ist, deren Preis die Spielerin mit der Quote zahlt.
Häufige Fragen zu La Liga Wetten aus der Schweiz
Welche Schweizer Veranstalter dürfen auf die Primera División Wetten anbieten, und was regelt die Gespa-Liste?
Ausschliesslich Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport verfügen über die nötige Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS. Welche Wettbewerbe und Wetttypen überhaupt bewilligt sind, regelt die geschlossene Gespa-Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen – sie ist die einzige Quelle für «darf es das überhaupt?»-Fragen.
Wie funktioniert eine Meisterschaftswette, und wann wird sie abgerechnet?
Eine Meisterschaftswette ist eine Langzeitwette auf den Verein, der am Saisonende den ersten Platz belegt. Sie wird abgerechnet, sobald die Liga den Wettbewerb endgültig entschieden hat – bei Punktgleichheit inklusive der Play-offs und etwaiger UEFA-Entscheidungen, die nachfolgend die Startplätze vergeben.
Wie liest sich eine Torschützenquoten, und was bedeutet die Marge darin?
Eine Torschützenquote von 8.00 auf einen Stürmerstar bedeutet, dass für jeden eingesetzten Franken bei korrekter Wette CHF 8 zurückkommen (CHF 7 Reingewinn), sofern der Spieler Torschützenkönig wird. In jeder Quote steckt die Marge der Veranstalterin – beim Dreiwegemarkt typisch 5 bis 8 Prozent.
Wie wird der Gewinn bei einer Einzelwette aus Einsatz und Quote berechnet?
Bruttogewinn ist Einsatz mal Quote; der Nettogewinn ist Bruttogewinn minus Einsatz. Bei einem Einsatz von CHF 20 und einer Quote von 2.50 sind das CHF 50 brutto und CHF 30 netto, fällig nach Spielende gemäss Wettregeln der Veranstalterin.
Weshalb ist auch ein klarer Favorit kein sicherer Tipp, und was zeigt ein Quotenvergleich?
Eine Quote 1.50 auf einen klaren Favoriten entspricht einer impliziten Gewinnwahrscheinlichkeit von rund 67 Prozent – nicht 100. Ein Quotenvergleich zeigt die Marge der Veranstalterinnen pro Markt; er macht sichtbar, wie viel die Anbieterin pro Franken einbehält, bevor ausgezahlt wird.
Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, und wie lässt sich eine Spielsperre veranlassen?
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden – Obergrenze CHF 9’999, für unter 21-Jährige CHF 1’000. Eine Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen; eine unbefristete Spielsperre wird im Schweizer Sperrregister eingetragen und gilt auch für Casinos.
Fussball – europacupwetten
Inhalt erstellt vom Team «europacupwetten»
