Cricket-Wetten in der Schweiz: Was erlaubt ist und was Quoten wirklich kosten

Updated Oktober 2026
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Ein ovales Cricketfeld mit gemähtem Rasen und hellem Mittelstreifen am frühen Morgen, Nebel zwischen den Bäumen am Rand

Wer in der Schweiz auf Cricket wetten will, findet bei Swisslos (Sporttip) und der Loterie Romande (Jouez Sport) zwei Anbieter mit Schweizer Bewilligung. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, tut dies ohne Schweizer Lizenz, ohne Anschluss an das Sperrregister und ohne Schweizer Rechtsschutz. Cricket ist ein Sport, der hierzulande ein spezifisches Verständnis für Spielformate und Wettregeln erfordert, um das Angebot richtig einzuschätzen.

Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber.

Aktualisiert am Oktober 19, 2026; die Angaben zu den beiden Schweizer Veranstaltern wurden gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) sowie gegen die öffentlichen Angaben der Loterie Romande geprüft.

Spielplan: Test, ODI, T20 und die Weltmeisterschaften

Cricket wird über das Jahr verteilt auf drei Ebenen ausgetragen. Die oberste ist das Test-Match, das bis zu fünf Tage dauert und je Tag drei Sessions von ungefähr zwei Stunden hat. Darunter liegt das One-Day International (ODI) mit 50 Overs pro Innings, und darunter Twenty20 (T20) mit 20 Overs pro Innings und höchstens 75 Minuten pro Innings. Ein Over besteht aus sechs regulären Bällen. Damit unterscheidet sich Cricket von jeder anderen Ballsportart im Wettprogramm — kein anderes Spiel dauert im Ernstfall mehrere Tage, und kein anderes hat einen vergleichbar kurzen Anteil an Spielzeit pro Over.

Ein roter Lederball und ein Holzschläger liegen auf einer Rasenkante, dahinter ein unscharfer Zaun
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen.

In der Schweiz taucht Cricket im Wettprogramm der beiden Veranstalter nur dann auf, wenn der betreffende Wettbewerb auf der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten steht. Für ein normales Wochenende heisst das: ein Twenty20-Spiel aus einer internationalen Liga oder ein ODI lässt sich eher finden als ein Test über mehrere Tage. Wer auf ein laufendes Test-Match live wetten will, muss vorher prüfen, ob der Anbieter den Wettbewerb im Programm hat — was im Programm steht, ist nicht über alle Veranstalter dasselbe.

Der grosse Rhythmus im Cricket-Kalender ist der Cricket World Cup der Männer. Er findet alle vier Jahre statt, wird seit 1987 mit 50 Overs pro Innings gespielt (zuvor 60), die erste Austragung war 1975 in England. Rekordsieger ist Australien mit sechs Titeln. Die Ausgabe 2023 fand in Indien statt und wurde von Australien gewonnen. Die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert. Daneben gibt es eine Reihe von Twenty20-Ligen mit internationaler Beteiligung; die Indian Premier League (IPL) ist das bekannteste Beispiel.

Folge für den Wettschein: Das Format entscheidet, welche Märkte überhaupt sinnvoll sind. Im Test sind Unentschieden («Draw») möglich, weil die Zeit vor dem Ende aller Innings abläuft, ein ODI und ein T20 enden seltener unentschieden — und falls doch, wird das Spiel nach der Duckworth-Lewis-Stern-Methode ausgewertet, was die Wette zur No-Result-Wette machen kann. Wer am Samstag auf einen IPL-Spieltag wettet, hat ein anderes Risiko als wer am Donnerstag auf einen ODI setzt, und ein Test über fünf Tage ist für eine Einzelwette nur dann sinnvoll, wenn man den Zeitaufwand mitrechnet.

Voraussetzungen, um Cricket-Quoten lesen zu können

Cricket ist im Wettprogramm ungewöhnlich, weil ein Spiel nicht mit einem einfachen Endergebnis endet, sondern es mehrere Zustände gibt: Sieg, Niederlage, Tie (sehr selten — Punktstand gleich am Ende aller Innings) und Draw (Zeit läuft vorher ab, im Wesentlichen nur bei Test-Matches). Dazu kommt das Live-Segment: ein Innings kann nach 20 oder 30 Overs abgebrochen werden, wenn die Duckworth-Lewis-Stern-Methode greift — das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft wird dann neu gesetzt. In einem 50-Over-Spiel muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, in einem Twenty20 mindestens fünf, sonst zählt das Spiel als No Result, ausser ein Team ist all out oder hat das Ziel schon früher erreicht.

Für den Wettschein heisst das, dass vor allem zwei Konsequenzen mitrechnen: Erstens, das Wetter, und zweitens das Format. Im Twenty20 ist die Zeit so kurz, dass eine Regenunterbrechung selten das ganze Spiel kippt; im Test ist die Zeit lang genug, dass ein Draw zur realen Möglichkeit wird, sobald drei Tage verloren gehen. Wer auf einen Test Draw wettet, wettet gegen die Wetterstatistik des Spielorts und gegen den Spielstand, nicht gegen die Mannschaftsstärke allein. Wer auf einen T20-Match Winner setzt, wettet in einem Spiel, in dem ein einziger Schlag von sechs Bällen die Quote bewegt.

Das führt zu einer Eigenheit der Cricket-Wetten, die im Wettprogramm selten so klar steht: bei Livewetten zählt nur, was der Anbieter als Live anbietet. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird — wer nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert, bekommt die Wette mit Quote 1.00 gewertet. Das gilt auch für spielentscheidende Situationen, etwa einen Elfmeter, eine Rote Karte oder eine Videoschiedsrichter-Entscheidung. In einem Cricket-Spiel sind die spielentscheidenden Situationen anderer Natur — ein Wicket, ein DRS-Entscheid, ein Power Play — aber das Prinzip bleibt dasselbe: Wer eine Sekunde zu spät klickt, bekommt nichts.

Duckworth-Lewis-Stern wurde 1997 eingeführt und 1999 vom International Cricket Council offiziell übernommen. Seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern den vollen Namen Duckworth-Lewis-Stern. Für den Wettschein bedeutet das: Wenn ein Spiel unterbrochen wird, gibt es eine geregelte Neuberechnung des Ziels — was No Result heisst, ist im Wettprogramm jedes Anbieters anders vermerkt, und genau dort steht, ob die Wette als verloren, als gewonnen oder als storniert (mit Einsatzrückgabe) zählt.

Cricket-Wettanbieter im Vergleich

In der Schweiz dürfen nur Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport) Sportwetten anbieten. Wer bei einem anderen Anbieter spielt, spielt ohne Schweizer Bewilligung — was das rechtlich heisst, steht im Abschnitt zur Rechtslage. Die folgende Einordnung listet die in der Schweiz beworbenen oder per DNS-Sperre auffindbaren Anbieter, getrennt nach Status der Schweizer Bewilligung.

Anbieter Status in der Schweiz Veranstalter / ausgewiesene Bewilligung
Swisslos (Sporttip) Schweizer Bewilligung SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel); Gespa
Loterie Romande (Jouez Sport) Schweizer Bewilligung Société de la Loterie de la Suisse Romande; Gespa
Betscore ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, keine Kraft in der Schweiz
22Bet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, keine Kraft in der Schweiz
bet-at-home ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, keine Kraft in der Schweiz
Betify ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, keine Kraft in der Schweiz
ZotaBet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, keine Kraft in der Schweiz
BetAlright ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, keine Kraft in der Schweiz
N1 Bet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, keine Kraft in der Schweiz
BetFury ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, keine Kraft in der Schweiz

Die ersten zwei Zeilen sind die beiden einzigen Stellen, die in der Schweiz Sportwetten — und damit auch Cricket — mit einer Bewilligung anbieten dürfen. Jeder andere Eintrag in der Tabelle ist ein ausländischer Anbieter, der in der Schweiz keine Bewilligung hat. Die Gespa führt keine Liste weiterer lizenzierter Buchmacher, weil es keine gibt; sie veröffentlicht nur die Sperrliste der gesperrten ausländischen Domains. Wer dort steht, hat keinen Schweizer Rechtsschutz.

Was die Tabelle nicht zeigt: Was die einzelnen Anbieter konkret an Cricket-Märkten führen, ist nicht in den Schweizer Bewilligungsdaten dokumentiert. Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung hat auch keine Pflicht, das Schweizer Wettprogramm zu spiegeln — er nimmt Cricket-Wetten an, wo sein eigenes Hausrecht es erlaubt. Wer dort spielt, prüft die Cricket-Märkte am besten direkt im Wettprogramm des Anbieters und vergleicht mit den Angaben des Veranstalters (etwa ICC, ECB, BCCI).

Was eine Cricket-Quote in der Schweiz kostet

Eine Wettquote ist nie der faire Preis für ein Ergebnis. Sie enthält immer die Marge des Anbieters — den Anteil, den der Anbieter von jedem gesetztem Franken einbehält. Wer das nicht mitrechnet, vergleicht Äpfel mit Birnen, und der Vergleich mit zwei ausländischen Anbietern hilft nicht, solange die Margen unbekannt sind.

Was «Marge» rechnerisch bedeutet: Bei einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten gleich hoch (etwa 1.90 gegen 1.90) wird die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) berechnet, also 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 = rund 0.9500. Das heisst: 95 % der Einsätze werden im Schnitt an die Wettenden zurückbezahlt, die übrigen 5 % sind die Marge des Anbieters. Im realistischen Cricket-Alltag liegen die Margen höher — bei einem Drei-Wege-Markt (Sieg Heimmannschaft, Sieg Auswärtsmannschaft, Draw beim Test) ist die Auszahlungsquote schon bei Quoten 3.00 / 3.00 / 2.10 nur noch rund 89 %, also eine Marge von etwa 11 %. Bei Livewetten, wo das Haus die Quote selbst nachzieht, sind 6 bis 10 % Marge auf einfachen Märkten die Regel, bei exotischen Märkten (Top Batsman, Method of Dismissal) eher 12 bis 18 %.

Für den Wettschein heisst das: Wer auf einen Test-Match-Markt mit Draw-Option setzt, gibt im Schnitt mehr her als wer auf einen T20-Match-Winner-Markt setzt. Wer auf einen Kombinierte-Wette-Markt mit fünf Auswissen setzt, gibt noch mehr her — die Margen multiplizieren sich nicht, aber sie addieren sich von Bein zu Bein, und ein ergiebig aussehender Fünfer-Kombi mit Quote 6.50 bedeutet im Schnitt einen Auszahlungsanteil, der deutlich unter 80 % liegt. Wer das nicht im Kopf hat, vergleicht die Quoten verschiedener Anbieter, ohne zu sehen, dass beide ihre Margen schon eingepreist haben.

Die Schlussfolgerung aus dem Beispiel: Bei einem Zwei-Wege-Markt mit 1.90/1.90 liegt die Marge ungefähr bei 5 %, ein typischer Wert für einfache Pre-Match-Märkte. Wer exotischere Märkte spielt, bezahlt im Schnitt mehr — die Bandbreite reicht je nach Markt von niedrigen einstelligen Prozenten bis hin zu Werten, bei denen jeder zweite Franken im Schnitt beim Anbieter bleibt. Wer das vergleicht, vergleicht am besten pro Markt, nicht pro Anbieter.

Cricket-Wetten: Anbieter im Profil

Swisslos Sporttip

Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel) veranstaltet die Sportwetten unter dem Namen Sporttip, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Das Sporttip-Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, den Kanton Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein — wer dort wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen, alle anderen nicht. Mindestens 18 Jahre, keine Spielsperre, einmalige Registrierung pro Person, Ausweis wird ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Was Sporttip an Cricket anbietet, ist im Wettprogramm von Sporttip zu finden und ändert sich mit dem internationalen Cricket-Kalender. Für die Einordnung zählt, dass die Quote dort von einem Anbieter kommt, der keine Werbung für ausländische Cricket-Wettbewerbe schalten darf und der das Wettprogramm aus der bewilligten Liste der Gespa zusammensetzt. Wer dort auf ein Test-Match oder ein ODI setzt, spielt auf einer in der Schweiz bewilligten Plattform, mit Schweizer Rechtsschutz im Streitfall und mit einem angeschlossenen Sperrregister.

Die Bedingungen sind eng: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 für Einzel- und Kombiwetten, CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Cash-Out ist nur online verfügbar, nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, gilt für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten vor Spielbeginn und live, ist aber nicht für jeden Markt garantiert. Wer einen Cash-Out macht, kann ihn nicht rückgängig machen. Bei spielentscheidenden Situationen (auch beim Cricket: Wicket in entscheidender Phase, Videoschiedsrichter-Entscheid) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Quotenboosts und Profitboosts gelten nur online, nur für Prematch-Einzelwetten, sind pro Person nur einmal nutzbar und sind in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen — die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden (statutarisch würde 24 Stunden reichen, Sporttip setzt 72 Stunden an). Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage. Der Zugang lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Online-Casinos sowie in Liechtenstein.

Für 2025 hat Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio. verteilt — CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds, CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz (für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey, Sporthilfe). Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.). Die Pro-Kopf-Zahl ist niedrig, die Gesamtsumme zeigt, dass Sporttip in der Schweiz keine Nischenplattform ist.

Urteil: Wer im Swisslos-Vertragsgebiet wohnt, hat hier den einzigen Weg, in der Schweiz bewilligt auf Cricket zu wetten. Wer dort nicht wohnt, hat hier kein Konto. Für Cricket-Spieler, die in der Deutschschweiz oder im Tessin leben, ist Sporttip die rechtlich saubere und betreiberisch vollständige Lösung; was im Wettprogramm an Cricket steht, ändert sich mit dem internationalen Kalender, und wer exotische Märkte (Top Batsman einer bestimmten Liga) sucht, muss vorab prüfen, ob Sporttip den Markt führt.

Loterie Romande (Jouez Sport)

Die Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) betreibt das Sportwetten-Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sitz: Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Das Unternehmen zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann dort ein Online-Konto eröffnen — alle anderen nicht.

Die Grundmechanik von Jouez Sport entspricht der von Sporttip: gemeinsames Geldspielrecht, gleiche Gespa-Aufsicht, gleicher Rahmen für Verlustlimiten und Spielsperre. Was Cricket angeht, ist die Wettbewerbsliste mit der von Sporttip vergleichbar — bewilligt ist, was auf der Gespa-Liste steht. Wer in der Romandie wohnt und auf Cricket wetten will, hat hier den einzigen Schweizer Weg dazu. Wer nicht in der Romandie wohnt, hat hier kein Konto.

Die Spielregeln (Einsatzlimiten, Cash-Out, Boosts, Spielsperre) folgen dem Schweizer Rahmen, sind aber in den eigenen Bedingungen von Jouez Sport formuliert und können im Detail von Sporttip abweichen. Wer zwischen den beiden Plattformen wechseln will, prüft die konkreten Cricket-Märkte am besten im Wettprogramm von Jouez Sport, nicht über einen pauschalen Vergleich.

Urteil: Für Cricket-Spieler in der Romandie ist Jouez Sport die einzige in der Schweiz bewilligte Cricket-Plattform. Wer auf der anderen Seite der Sprachgrenze wohnt, hat hier kein Konto — und die zweite Schweizer Lösung (Sporttip) deckt die Deutschschweiz und das Tessin ab.

Betscore

Betscore ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz — gleich aus welchem Land — hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Betscore ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt keine Schweizer Rechtsschutzmöglichkeit im Streitfall, und die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen. Wer dort spielt, spielt auf eigenes Risiko; Strafbarkeit trifft vor allem den Anbieter (bis zu 3 Jahre Freiheitsstrafe, gewerbsmässig bis zu 5 Jahre, Art. 130 BGS), nicht den Spieler — aber Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt im Streitfall kein Schweizer Rechtsmittel.

Wer dort spielen will, prüft das Wettprogramm direkt beim Anbieter und vergleicht mit der Gespa-Liste der bewilligten Wettbewerbe. Die Cricket-Quoten mögen im Einzelfall hoch aussehen, aber ohne Schweizer Aufsicht heisst hohe Quote nicht faire Quote — sie heisst, dass der Anbieter seine Marge und seine Risikopolitik selbst setzt, ohne dass die Gespa die Margen oder die Auszahlungsquote prüft.

Urteil: Betscore ist in der Schweiz nicht bewilligt. Wer die Schweizer Bewilligung sucht, ist hier falsch; wer bewusst ohne Schweizer Schutz spielt, weiss, dass er im Konfliktfall auf ausländisches Recht angewiesen ist.

22Bet

22Bet ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Das gleiche Bild wie bei Betscore: keine Schweizer Lizenz, kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen. Die ausgewiesene Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft.

Wer dort spielt, vergleicht am eigenen Bildschirm, nicht über diese Seite. Wer die Schweizer Bewilligung als Auswahlkriterium setzt, ist hier falsch.

Urteil: ohne Schweizer Lizenz, ohne Schweizer Schutz. Für Spieler, die Schweizer Plattformen suchen, kein Angebot.

bet-at-home

bet-at-home ist ein ausländischer Anbieter, dessen Domain in Schweizer Sperrlisten-Debatten auftaucht. Auch hier: keine Schweizer Bewilligung, ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz, kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen.

Wer dort spielt, vergleicht es am Bildschirm, nicht über eine Schweizer Seite. Wer Schweizer Plattformen sucht, ist hier falsch.

Urteil: ohne Schweizer Lizenz, Domain in Sperrlisten-Geschichte. Kein Schweizer Schutz.

Betify

Betify ist ein weiterer ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Bild wie bei den vorangehenden: keine Schweizer Lizenz, keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS), kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, Domain kann auf der Sperrliste landen.

Wer dort spielen möchte, prüft das Wettangebot am besten direkt auf der Plattform des Anbieters. Da keine Schweizer Bewilligung vorliegt, ist ein Abgleich mit dem eigenen Bedarf unerlässlich.

Urteil: ohne Schweizer Lizenz. Für Spieler mit Schweizer Anspruch kein Angebot.

ZotaBet

ZotaBet ist ein weiterer ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Gleiche Ausgangslage: keine Schweizer Lizenz, Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste, kein Schweizer Rechtsschutz.

Urteil: ohne Schweizer Lizenz. Wer Schweizer Plattformen sucht, ist hier falsch.

BetAlright

BetAlright ist ein weiterer ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Gleiche Ausgangslage wie bei den vorangehenden: keine Schweizer Lizenz, ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen.

Urteil: ohne Schweizer Lizenz. Für Spieler mit Schweizer Anspruch kein Angebot.

N1 Bet

N1 Bet ist ein weiterer ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Auch hier: keine Schweizer Lizenz, keine Kraft in der Schweiz, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen.

Die Verfügbarkeit von Cricket-Märkten hängt bei diesen Anbietern vom eigenen Wettprogramm ab. Wer sich für ein Angebot interessiert, prüft das Wettprogramm direkt beim Anbieter, da keine Schweizer Bewilligung vorliegt.

Urteil: ohne Schweizer Lizenz.

BetFury

BetFury ist ein weiterer ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Auch hier: keine Schweizer Lizenz, keine Kraft in der Schweiz, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen.

Die Domainendung .ac zeigt, dass die Seite nicht in der EU oder der Schweiz registriert ist. Wer sich für ein Angebot interessiert, prüft das Wettprogramm direkt beim Anbieter, da keine Schweizer Bewilligung vorliegt.

Urteil: ohne Schweizer Lizenz. Für Spieler mit Schweizer Anspruch kein Angebot.

Rechtslage: was in der Schweiz erlaubt ist und was nicht

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Aufsichtsbehörde ist die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern; Geldspielkonkordat seit 1.1.2021) — nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21-25 BGS), und sie gilt «nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos (Produkt Sporttip) und Loterie Romande (Produkt Jouez Sport). Es gibt keine weiteren bewilligten Buchmacher — die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt auf einer Parkbank, dahinter ein Schweizer Dorf mit Kirchturm im Dunst
Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien; die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.

Was gewettet werden darf, steht in einer geschlossenen Liste: der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version vom 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet; nie Wetten auf Trainingsläufe. Die Liste zeigt keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine eigene E-Sport-Sektion. Veranstaltungen mit vorwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Live-Wetten sind erlaubt, Prematch und live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat; das BGS kennt keine inhaltliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte.

Was Cricket angeht, folgt daraus: Cricket-Wetten sind in der Schweiz erlaubt, aber nur auf Wettbewerbe, die auf der Gespa-Liste stehen, und nur bei den zwei bewilligten Veranstaltern. Wer einen Wettbewerb spielen will, der nicht auf der Liste steht — etwa eine bestimmte Twenty20-Liga oder ein bestimmter Qualifier —, kann das bei Sporttip oder Jouez Sport nicht offiziell spielen.

Spielerschutz: Sportwetten sind ab 18 (Gespa); Minderjährige sind online nicht zugelassen (Art. 72 BGS). Ein Konto pro Person mit verifizierter Identität (Art. 47-52 VGS). Limiten werden vom Spieler gesetzt, nicht vom Staat: der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS); eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung nach 24 Stunden gesetzlich — Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen 72 Stunden an. Eine schweizweite fixe Einsatzobergrenze gibt es nicht. Die Spielsperre (Art. 80-82 BGS) erfasst überschuldete oder spielsüchtige Personen und die Selbstsperre, eingetragen in ein gemeinsames Register gesperrter Personen; eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Beizug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause bis sechs Monate muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Spieler haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Gespa-Testkäufe 2025: an Verkaufsstellen wurde in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft — der Schutz an der Verkaufsstelle ist also nicht dicht. Online ist die Lage enger, weil die Identitätsprüfung bei der Kontoeröffnung greift.

Zahlungen: Gewinne und Saldi werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS) — anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen gibt es bei bewilligten Schweizer Wetten nicht; keine Kreditierung an Spieler (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmittel ein Anbieter akzeptiert, ist seine Sache und steht nur in seinen Bedingungen. Die Schweiz hat kein Zahlungsblockier-Werkzeug gegen unbewilligte Wettseiten — nie behaupten, dass Banken oder Karten solches blockieren.

Steuer: Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen (die ESTV nennt Sportwetten) sind bis zum Freibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei und werden erst darüber besteuert — die Bundes-Schwelle liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (CHF 1’070’400 im Jahr 2025); die kantonale Schwelle ist je nach Kanton anders, nie eine einzelne kantonale Zahl nennen. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Ein typischer Spieler gewinnt weit darunter: keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Gewinne von ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht — nie behaupten. Allgemeine Information: «Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen».

Werbung und Boni: Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen zielen (Art. 74 BGS); Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS) — beschreiben, nie bewerben. Gratis-Spiele oder Gratis-Guthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; im Jahr 2025 wurden 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt); Bonusbeträge und Bedingungen kommen nur aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Eine Werbezeiten-Beschränkung tagsüber gibt es nicht. Nie einen Promo-Code abdrucken.

Offshore: Eine ausländische Lizenz (Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land) hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten ist eine Straftat — bis zu 3 Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, gewerbsmässig bis zu 5 Jahre (Art. 130 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft (BJ), aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schutz oder keine Fair-Play-Kontrolle. Sperrung: die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter via DNS sperren (Art. 86-93 BGS; erste Liste am 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025); gesperrte Domains werden innert Stunden ersetzt (Domain-Hopping — die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home, und sie nennt bet365 als auf der Liste). Ehrliche Einordnung: Offshore = keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, ausländische Gewinne nach kantonalem Recht steuerbar; bewilligt = voller Schweizer Schutz, aber nur zwei Anbieter, eine geschlossene Sport- und Marktliste, eine Wohnsitzpflicht und Identitätsprüfung. Keines von beiden ist «die sichere Wahl» von vornherein.

Verantwortung beim Spielen: was jeder Spieler selbst tun kann

Cricket hat im Wettprogramm eine Besonderheit: lange Spiele, kurze Spiele, Live-Spiele, die nach einer Regenunterbrechung mit neuer Quote weitergehen. Wer darauf wettet, hat ein anderes Risiko als auf einen Fussball-Match. Das hat drei konkrete Konsequenzen für den Spielerschutz.

Erstens: wer auf einen Test-Match über fünf Tage wettet, spielt über einen langen Zeitraum, in dem die Verlustlimite für 7 oder 30 Tage schneller greift als bei einem einzelnen Abendspiel. Wer am Tag 2 mit einem Live-Einsatz in ein laufendes Spiel geht und am Tag 3 noch einen Live-Einsatz platziert, hat die Limite im Blick zu halten, nicht erst am Tag 5. Eine Senkung der Limite gilt sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — wer am Tag 3 erhöht, kann am Tag 3 noch nicht erhöhen.

Zweitens: wer Live auf Cricket wettet, hat mit dem No-Result-Risiko zu rechnen, das mit der Duckworth-Lewis-Stern-Methode greift. Das ist kein moralisches Risiko, sondern ein rechnerisches: ein Drittel der Einsätze in einem 50-Over-Spiel kann bei Regen ausreichen, um das Ziel neu zu setzen — und die Wette zählt dann nicht als gewonnen oder verloren, sondern als No Result, je nach Regel des Anbieters. Wer Live auf Cricket wettet, rechnet das Risiko mit, nicht erst im Nachhinein.

Drittens: die Selbstsperre. Wer sich für 1 bis 180 Tage produktbezogen selbst sperrt, kann die Sperre vor Fristablauf nicht aufheben — wer die Sperre für 30 Tage setzt und am Tag 10 zurückwill, wartet bis Tag 30. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Wer also in Liechtenstein wohnt und in der Schweiz spielt, ist mit der Sperre auf beiden Seiten gesperrt. Wer aus der Sperre raus will, braucht eine Fachstelle und mindestens drei Monate.

Was im Gesetz steht: Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombiwette CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000 — wer mehr setzen will, kann das nicht. Bei Loterie Romande gilt Vergleichbares. Bei ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung gibt es keine Schweizer Schutzlinie — die Limits setzt das Haus selbst, und die Schweizer Spielsperre greift dort nicht.

Wer mit dem Spielen aufhören will, kann sich bei Swisslos produktbezogen selbst sperren oder eine unbefristete Sperre im Register eintragen lassen; bei Loterie Romande gilt Vergleichbares. Die Sperre gilt schweizweit. Bei ausländischen Anbietern gilt sie nicht — wer sich dort sperren lässt, hat sich nur bei diesem Anbieter gesperrt.

Was im konkreten Fall zählt: Wer auf Cricket wettet, hat drei Knöpfe in der Hand — die Verlustlimite für 1, 7 und 30 Tage (eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden), die Selbstsperre (1 bis 180 Tage produktbezogen oder unbefristet im Register) und die selbstgewählte Pause (Art. 89 VGS). Wer in Liechtenstein wohnt und in der Schweiz spielt, hat zusätzlich die Liechtenstein-Seite der Sperre mitzudenken.

Häufige Fragen zu Cricket-Wetten in der Schweiz

Ist Cricket-Wetten bei Swisslos oder Loterie Romande erlaubt?

Ja, aber nur auf Wettbewerbe, die auf der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten stehen (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Swisslos führt Cricket unter dem Produkt Sporttip in seinem Wettprogramm, Loterie Romande unter Jouez Sport. Ein Online-Konto gibt es nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet.

Was bedeuten Test, ODI und Twenty20 für die Auswahl der Wetten?

Test ist ein Mehrtages-Match bis zu fünf Tage, in dem ein Draw möglich ist, wenn die Zeit vor Ende aller Innings abläuft. ODI ist ein Ein-Tages-Match mit 50 Overs pro Innings, Twenty20 mit 20 Overs pro Innings und höchstens 75 Minuten pro Innings. Im T20 ist die Zeit so kurz, dass Regen selten das ganze Spiel kippt; im Test ist ein Draw eine reale Möglichkeit, sobald Tage verloren gehen.

Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode auf eine Wette aus?

In einem durch Regen unterbrochenen Limited-Overs-Spiel wird das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft neu berechnet. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, in Twenty20 mindestens fünf, sonst zählt das Spiel als No Result. Wie der Anbieter No Result wertet, steht im Wettprogramm — verlorene Wette, gewonnene Wette oder Einsatzrückgabe sind möglich, und genau das prüft man vor dem Tipp.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?

Der Brutto-Rückzahlungsbetrag ist Einsatz × Quote, der Nettogewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine zu einer Gesamtquote, und die Marge jedes Beins addiert sich von Bein zu Bein. Beispiel: Einsatz CHF 10 auf Quote 2.50 ergibt CHF 25 Brutto, CHF 15 Netto.

Wie lässt sich die Marge in Cricket-Quoten abschätzen?

Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1.90 gegen 1.90 ist die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also rund 95 %, die Marge rund 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt mit Draw (typisch Test) liegt die Marge im Schnitt höher. Bei Livewetten und exotischen Märkten (Top Batsman, Method of Dismissal) reichen die Margen von niedrigen einstelligen Prozenten bis zu Werten, bei denen jeder zweite Franken beim Anbieter bleibt.

Wie werden Gewinne bei ausländischen Wettseiten im Vergleich zu Sporttip besteuert?

Bei Sporttip-Gewinnen aus Schweizer bewilligten Grossspielen fällt bis zum Freibetrag pro Einzelgewinn keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer an; die Bundesschwelle liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, die kantonale Schwelle je nach Kanton anders. Über der Schwelle werden 35 % Verrechnungssteuer abgezogen. Bei Gewinnen von ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, aber die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt solche Gewinne als voll steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Generelle Auskunft: «Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen».

Inhalt erstellt vom Team «europacupwetten»