Lucky 31 Wetten 2026: So funktioniert die Systemwette mit 31 Linien
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Eine Lucky 31 ist eine Full-Cover-Systemwette auf fünf Auswahlen, die in 31 einzelne Wetten zerfällt. Wer eine solche Wette platziert, setzt nicht auf einen Tipp, sondern auf ein ganzes Bündel: 5 Einzelwetten, 10 Doppel, 10 Dreier, 5 Vierfachwetten und 1 Fünffachwette. Schon eine einzige richtige Auswahl bringt einen Treffer, und je mehr Voraussagen aufgehen, desto höher klettern die Kombinationen mit. Genau diese Struktur – viele Linien, gestaffelte Treffer – macht die Wette attraktiv, aber auch teuer: Wer CHF 1 pro Linie setzt, gibt für einen einzigen Wettschein CHF 31 aus.
Wer in der Schweiz lebt und auf Sporttip oder Jouez Sport setzt, hat die Systemwette im Programm beider Veranstalter. Wer bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, bewegt sich ausserhalb des Geldspielgesetzes: keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, keine gesetzliche Handhabe im Streitfall. Die Lucky 31 selbst ändert sich dadurch nicht – sie bleibt ein und dieselbe mathematische Konstruktion – aber was die Wette kostet, wie sie abgerechnet wird und welche Limits greifen, hängt vom Veranstalter ab.
*Aktualisiert am Oktober 19, 2026. Geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos (Sporttip, Version 4.2) und das Règlement Jouez Sport, 17e édition (septembre 2024).*
Wettmärkte und Aufbau einer Lucky 31
Wie die 31 Linien zustande kommen
Die Lucky 31 gehört zur Familie der Full-Cover-Wetten, bei denen alle mathematisch möglichen Kombinationen einer gegebenen Auswahl automatisch gespielt werden. Bei fünf Voraussagen ergeben sich daraus 5 Einzelwetten, 10 Zweierkombis, 10 Dreierkombis, 5 Viererkombis und 1 Fünferkombi, zusammen 31 Linien. Der Name steht für genau diese Zahl, nicht für eine 31-fache Gewinnchance auf einen Treffer. Eine Fünffachwette zu treffen, verlangt, dass alle fünf Voraussagen richtig sind – die Linie gewinnt nur dann, wenn kein einziger Tipp danebengeht.
Der Reiz liegt im gestaffelten Trefferbild. Geht eine Voraussage daneben, ist die Einzelwette auf die anderen vier noch offen, und jede korrekte Zweierkombi aus den verbleibenden vier Auswahlen wird separat ausgewertet. Selbst vier richtige Tipps bei einem falschen bezahlen noch alle Zweierkombis, die diese vier enthalten. Wer drei Auswahlen trifft, hat immerhin noch alle Zweier- und Dreierkombinationen auf dem Schein, die sich aus diesen drei ergeben.
Die volle Wirkung entfaltet die Wette allerdings erst, wenn alle fünf Voraussagen treffen: Dann gewinnen alle 31 Linien, und die Fünffachwette multipliziert die fünf Quoten zu einer Gesamtquote, die wegen des langen Multiplikators selbst bei moderaten Einzelquoten hoch ausfällt. Ein Beispiel mit diesen fünf Werten ergibt eine Fünffach-Gesamtquote von rund 29.70, bei einem Einsatz von CHF 1 auf diese Linie also einen Bruttogewinn von knapp CHF 30.
Welche Auswahlen sich für eine Lucky 31 eignen
Eine Lucky 31 belohnt Voraussagen mit moderaten, nicht extremen Quoten. Wer fünf Aussenseiter mit Quote 6.00 kombiniert, bekommt im Trefferfall eine spektakuläre Gesamtquote, aber die Wahrscheinlichkeit, dass auch nur eine Einzelwette hält, sinkt drastisch. Schon eine falsche Auswahl löscht alle höheren Kombinationen aus. Bei fünf Voraussagen mit Quote um 1.50 bis 2.50 liegt die erwartete Trefferquote im Bereich, in dem die gestaffelte Auszahlung regelmässig greift – niedrige Einzelgewinne, aber stetige Rückflüsse über die vielen Zweier- und Dreier-Linien.
Praktisch heisst das: Eine Lucky 31 ist kein Werkzeug für risikofreudige Einzelwetten auf Aussenseiter, sondern ein Spread-Werkzeug für Voraussagen, die der Wettende mit vergleichsweise hoher Überzeugung platziert. Die «Versicherung» ist nicht gratis: Mit dem 31-fachen Linieneinsatz zahlt der Wettende auch für die Fünffachwette, die ohne perfekten Tag nichts einbringt.
Teileinsatz, Gesamteinsatz und Quote
Der Teileinsatz ist der Betrag, der auf jede der 31 Linien gesetzt wird. Bei einem Teileinsatz von CHF 1 ergibt sich ein Gesamteinsatz von CHF 31, bei CHF 2 sind es CHF 62, bei CHF 0.50 genau CHF 15.50. Der Gesamteinsatz steigt linear mit dem Teileinsatz, und in derselben Proportion wachsen auch die Bruttogewinne, wenn die Linien treffen. Die Gesamtquote einer Linie errechnet sich aus dem Produkt der Einzelquoten ihrer Voraussagen: Eine Zweierkombi aus 1.80 und 2.10 hat die Quote 3.78, eine Dreierkombi mit zusätzlicher Quote 1.50 die Quote 5.67.
Der Rückfluss einer Lucky 31 ist die Summe aller 31 Liniengewinne. Praktisch bedeutet das: Wer mit Teileinsatz CHF 1 spielt und vier seiner fünf Auswahlen korrekt hat, erhält die Auszahlung für 4 Einzelwetten, 6 Zweierkombis, 4 Dreierkombis und 1 Viererkombi – insgesamt 15 Trefferlinien. Die Fünffachwette fällt weg, die nicht zustande gekommenen Vierfachkombis mit der falschen Auswahl ebenso.
Beispielrechnung: Teileinsatz, Linien und Auszahlung
Eine Lucky 31 auf die fiktiven Auswahlen mit diesen fiktiven Beispielquoten zeigt das Schema. Bei Teileinsatz CHF 1 pro Linie liegt der Gesamteinsatz bei CHF 31. Treffen alle fünf, ergeben sich folgende relevante Gesamtquoten:
- 1 Fünffachwette: 1.50 × 2.00 × 2.50 × 1.80 × 2.20 ≈ 29.70
- 5 Vierfachwetten: jeweilige Produkte ohne eine der fünf Auswahlen
- 10 Dreierwetten: jeweilige Produkte aus drei Auswahlen
- 10 Doppelwetten: jeweilige Produkte aus zwei Auswahlen
- 5 Einzelwetten: die jeweiligen Einzelquoten
Für die Vierfachwette, die ohne die Quote 2.50 läuft, ergibt sich 1.50 × 2.00 × 1.80 × 2.20 ≈ 11.88. Die Vierfachwette ohne 1.50 läuft auf 2.00 × 2.50 × 1.80 × 2.20 ≈ 19.80. Wer alle Auswahlen trifft, sieht die Auszahlung aus 31 Linien mit unterschiedlichen Quotenprodukten. Das Resultat ist die Summe all dieser Linienauszahlungen, also eine fünfstellige Bandbreite, die im Beispiel zwischen etwa CHF 80 (wenn nur die Einzelwetten treffen) und mehreren Hundert Franken (bei vier bis fünf Treffern) liegt.
Wichtig: Die genannten Quoten sind hier nur Beispiele zur Veranschaulichung der Mechanik, keine zitierten Preise. Wer eine Lucky 31 tatsächlich platziert, sieht die Quoten direkt im Wettschein und kann von dort aus die zu erwartenden Linienauszahlungen schätzen.
Grundlage der Lucky 31 im Vergleich mit Lucky 15 und Lucky 63
Die Full-Cover-Familie
Die Lucky 31 sitzt in der Mitte zwischen der kleineren Lucky 15 (4 Auswahlen, 15 Wetten) und der grösseren Lucky 63 (6 Auswahlen, 63 Wetten). Die Systematik ist über alle drei dieselbe: Alle mathematisch möglichen Kombinationen einer gegebenen Auswahlzahl werden auf einmal gespielt. Der Unterschied ist die Zahl der Voraussagen, und mit ihr wächst die Zahl der Linien progressiv.

| Wettform | Auswahlen | Linien | Teileinsatz CHF 1 → Gesamteinsatz |
|---|---|---|---|
| Lucky 15 | 4 | 15 | CHF 15 |
| Lucky 31 | 5 | 31 | CHF 31 |
| Lucky 63 | 6 | 63 | CHF 63 |
Die Tabelle zeigt, was eine Auswahl mehr an Einsatz bedeutet: Der Sprung von der Lucky 15 zur Lucky 31 verdoppelt den Gesamteinsatz, der Sprung von der Lucky 31 zur Lucky 63 verdoppelt ihn nochmals. Wer eine Auswahl weniger Trefferquote zugunsten grösserer Gewinnbänder eintauscht, zahlt dies mit linear steigendem Gesamteinsatz.
Wie die Wettmärkte mit der Auswahlzahl skalieren
Mit jeder zusätzlichen Auswahl steigt die Zahl der Linien nicht linear, sondern kombinatorisch: 4 Auswahlen ergeben 15 Wetten, 5 Auswahlen 31 Wetten, 6 Auswahlen 63 Wetten. Hintergrund ist die mathematische Reihe der Binomialkoeffizienten. Für den Wettenden heisst das: Eine einzige zusätzliche Voraussage verdoppelt den Linienaufwand, ohne dass der Gewinn bei vollständigem Treffer proportional verdoppelt wird. Die Gesamtquote des längsten Kombi steigt mit jeder zusätzlichen Auswahl multiplikativ, der Einsatz aber linear – das Zusammenspiel beider Faktoren entscheidet, ob sich der Aufwand rechnet.
Wer eine Wettform aus der Full-Cover-Familie wählt, sollte sich also bewusst sein, dass die Steigerung zur nächstgrösseren Variante mehr Einsatz verlangt, dafür aber zusätzliche Trefferlinien schafft. Eine Lucky 15 verzeiht Fehler, eine Lucky 31 verlangt mehr Treffer, eine Lucky 63 streut das Risiko auf noch mehr Linien, kostet aber im Verhältnis am meisten.
Rechtslage: Lucky 31 Wetten in der Schweiz
Wer Sportwetten anbieten darf
In der Schweiz regelt das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) seit dem 1. Januar 2019, wer Sportwetten veranstalten darf. Eine Bewilligung als Grossspiel brauchen sowohl der Veranstalter (Veranstalterbewilligung) als auch jedes einzelne Spiel (Spielbewilligung), die Aufsicht liegt bei der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern). Das Gesetz hat die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, sowie die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone.

Für Wettende bedeutet das: Wer in der Schweiz online Sport wetten will, hat nur diese beiden Plattformen zur Auswahl. Jede andere Plattform – gleich mit welcher ausländischen Lizenz – hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder einem anderen Land überträgt sich nicht auf das Schweizer Hoheitsgebiet.
Verbreitungsgebiet von Sporttip und Jouez Sport
Die beiden Veranstalter bedienen klar abgegrenzte Gebiete. Sporttip wird in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Tessin und in Liechtenstein durchgeführt. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann ein Sporttip-Konto eröffnen. Wer in der Romandie wohnt – in den Kantonen FR, GE, JU, NE, VD oder VS – ist auf der Seite von Jouez Sport.
Für Wettende heisst das: Die Online-Registrierung verlangt einen Wohnsitz im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters, einen Ausweis, der gegen Adressdatenbanken geprüft wird, und die Bestätigung, dass keine Spielsperre besteht. Eine Person darf sich nur einmal pro Veranstalter registrieren, eine doppelte Kontoführung ist nicht zulässig.
Welche Sportarten und Märkte erlaubt sind
Was gewettet werden darf, regelt die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026, Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Die Liste ist abschliessend: Was nicht auf ihr steht, darf nicht angeboten werden. Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe sind nur dann erlaubt, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, und Rangwetten nur, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Eckball- oder Kartenmärkte fehlen auf der Liste, ebenso eine Esports-Sektion.
Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen sind grundsätzlich ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Live-Wetten sind erlaubt, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht. Cash-Out ist nicht reguliert und richtet sich nach den Regeln des Veranstalters, bei Sporttip etwa als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, nur online, vor Spielbeginn oder live.
Ausländische Anbieter und ihre Lage
Eine ausländische Lizenz – gleich aus welchem Land – hat in der Schweiz keine Wirkung. Plattformen, die nicht zu den beiden bewilligten Veranstaltern gehören, organisieren in der Schweiz unbewilligte Sportwetten. Das ist nach Art. 130 BGS eine Straftat: Bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spieler wird nicht bestraft, aber sein Einsatz und sein Gewinn können im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schweizer Schutz, kein Schweizer Sperrregister und keine Schweizer Handhabe bei Streit.
Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren (Art. 86-93 BGS). Wer auf einer dieser Seiten spielt, umgeht die Sperre oft über VPN oder Domain-Hopping. Wer dort spielt, handelt nicht verboten, aber ohne den Schutz des BGS.
Werbung und Strafen
Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bestraft werden (Art. 131 BGS). Werbung für bewilligte Anbieter darf weder aufdringlich noch irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Eine zeitliche Werbebeschränkung – etwa ein Verbot abends oder nachts – kennt das Gesetz nicht.
Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Im Jahr 2025 hat die Gespa 24 solche Zusagen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Die genauen Konditionen legt jeder Veranstalter in seinen eigenen Bedingungen fest. Promo-Codes werden auf dieser Seite grundsätzlich nicht abgedruckt, weil sie sich kurzfristig ändern und an dieser Stelle Werbung wären.
Verantwortungsvolles Spielen mit Systemwetten
Warum Systemwetten besondere Vorsicht verlangen
Eine Lucky 31 ist mit 31 Linien kein leichtfertiger Tipp: Der Gesamteinsatz bei einem Teileinsatz von CHF 1 beträgt CHF 31, bei CHF 2 bereits CHF 62, und die Auszahlungen erfolgen nur, wenn mindestens eine Voraussage korrekt ist – und auch dann nur anteilig über die tieferen Kombinationen. Wer auf einer Welle des Glücks mehrere solcher Wetten parallel spielt, kann innerhalb eines Wochenendes einen grösseren Betrag einsetzen, als ihm bewusst ist.
Das Geldspielgesetz verlangt vom Veranstalter, dass er eine oder mehrere Maximalwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste einrichtet (Art. 87 VGS). Die Senkung eines selbst gesetzten Limits gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 24 Stunden – Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen 72 Stunden an. Ein im Voraus festgelegtes Verlustlimit ist die wirksamste Bremse gegen ungeplante Ausgaben bei einer 31-Linien-Wette.
Verlustlimiten und Einzahlungslimiten
Wer bei Swisslos Sporttip mitspielen will, muss vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze für das Tageslimit liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage. Die Limite ist im eigenen Konto hinterlegt und vor jeder Wette sichtbar, sie gilt für alle Sportwetten des Veranstalters gleichermassen.
Bei Jouez Sport gilt das gleiche Prinzip mit eigenen Beträgen. Die Verlustlimite ist Voraussetzung für die Kontoeröffnung, eine Erhöhung tritt auch hier erst nach 72 Stunden in Kraft. Wer das Limit konsequent unter dem verfügbaren Monatsbudget ansetzt, schützt sich vor impulsiven Steigerungen.
Selbstausschluss und Sperre
Wer sich bei Swisslos vom Spielen ausschliessen will, kann eine produktbezogene Sperre von 1 bis 180 Tagen setzen, die ohne Aufhebung vor Fristablauf bestehen bleibt. Eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Bei der Loterie Romande existiert ein paralleles Verfahren. Eine einmal gesetzte Spielsperre kann erst nach drei Monaten und nur mit Beteiligung einer Fachstelle aufgehoben werden (Art. 81 BGS, Art. 84 VGS).
Ausgeschlossene oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS). Wer merkt, dass das Wetten zur Belastung wird, kann sich an die Gespa, an die kantonalen Suchtberatungsstellen oder an die Anbieter selbst wenden. Die Hilfsangebote sind im Kontobereich beider Veranstalter direkt verlinkt.
Warnsignale, die eine Pause rechtfertigen
Drei Anzeichen kündigen an, dass aus Systemwetten ein Problem werden kann: Der Einsatz wächst, obwohl das verfügbare Monatsbudget gleich bleibt, die Wetten werden nicht mehr geplant, sondern spontan gesetzt, und die Kontrolle über Gewinn und Verlust verschwimmt. Wer eines dieser Anzeichen bei sich bemerkt, sollte die eigene Verlustlimite senken oder eine Spielsperre aktivieren. Die Schwelle, an der eine Pause ratsam ist, liegt deutlich unter dem Punkt, an dem die Wette zur Sucht wird.
Steuern und Auszahlung
Wie Gewinne in der Schweiz besteuert werden
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen – wozu auch Sportwetten zählen – sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bundesfreibetrag beträgt seit dem 1. Januar 2026 CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Die kantonalen Freibeträge weichen ab, weshalb es bei der Frage «muss ich meinen Gewinn versteuern?» nur eine Antwort gibt: je nach Kanton. Liegt der Gewinn über dem Freibetrag, behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann.
Die meisten Lucky-31-Gewinne liegen weit unter dem Freibetrag. Wer auf einem Wettschein CHF 200 zurückerhält, zahlt darauf weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer. Anders sieht es bei Gewinnen aus ausländischen Anbietern aus: Diese unterliegen keiner Verrechnungssteuer, fallen aber in einzelnen Kantonen – etwa Thurgau – unabhängig von der Höhe unter die Einkommensteuer. Die kantonale Steuerverwaltung oder ein Steuerberater gibt hier zuverlässig Auskunft.
Auszahlungswege bei Sporttip und Jouez Sport
Beide Veranstalter zahlen Gewinne und Restguthaben nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers aus (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen oder Kryptowährungen sind im bewilligten Schweizer Markt nicht möglich. Kreditierung an Spieler – also die Gewährung von Darlehen für die Wette selbst – ist nach Art. 75 Abs. 1 BGS untersagt. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Veranstalter annimmt, regeln dessen eigene Bedingungen.
Gewinngrenzen und Abrechnung
Bei Sporttip ergibt sich der Gewinn aus Einsatz mal Quote, bei Kombiwetten aus Einsatz mal Gesamtquote (dem Produkt der Einzelquoten). Der Betrag wird zunächst auf zwei Nachkommastellen gerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einem System mit 31 Linien heisst das: Jede der 31 Linien wird für sich gerundet, die Summe ergibt die Auszahlung.
Bei Jouez Sport liegt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Einzelquote oder die Gesamtquote muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Diese Limits wirken auf eine Lucky 31 direkt, weil sie als Kombiwette mit fünf Voraussagen unter die Maximalquote-Regel fällt: Die Gesamtquote der Fünffachwette darf 100’000 nicht übersteigen, sonst wird die Wette nicht angenommen.
Anbieter im Vergleich
Einordnung der Anbieter nach Schweizer Bewilligung
In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide verfügen über eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach BGS und unterstehen der Aufsicht der Gespa. Alle anderen Plattformen – gleich mit welcher ausländischen Lizenz – haben in der Schweiz keine Bewilligung. Sie sind in der folgenden Tabelle als «ohne Schweizer Bewilligung» gekennzeichnet.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / gemeldete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung als Grossspiel | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel (BGS, Gespa) |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung als Grossspiel | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne (BGS, Gespa) |
| IviBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS) |
| bet365 | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS) |
| Jackbit | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS) |
| Sportaza | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS) |
| HornetBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS) |
| Bahigo | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS) |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS) |
| Coolzino | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS) |
Die Tabelle zeigt die Lage in der Schweiz: Zwei bewilligte Veranstalter, acht nicht bewilligte Plattformen, die in der Gespa-Sperrliste geführt werden können. Für Wettende ist die Konsequenz eindeutig – wer innerhalb des Schweizer Rechts spielen will, hat nur Sporttip und Jouez Sport als Option.
Swisslos Sporttip
Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten unter dem Markennamen Sporttip. Die Bewilligung stützt sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein. Ein Online-Konto können nur Personen mit Wohnsitz in diesem Gebiet eröffnen, die mindestens 18 Jahre alt sind und über einen gültigen Ausweis verfügen.
Für eine Lucky 31 bei Sporttip gelten die allgemeinen Sporttip-Limits: Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombiwette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Eine Wette, die das Limit überschreitet, wird nicht angenommen. Der Sporttip-Kombiboost ist nur online verfügbar und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von je mindestens 1.50 – eine Lucky 31 erfüllt diese Bedingung, sofern alle fünf Auswahlen diese Mindestquote erreichen. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich von 5 % bei vier Voraussagen bis 100 % bei fünfzehn Voraussagen.
Cash-Out ist für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt angeboten wird. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00.
Verdikt: Sporttip ist für Schweizer Wettende die eine der zwei rechtlich abgesicherten Adressen, mit klaren Limits, kombinatorischer Vielfalt und einem verbreiteten Spielerschutz. Wer in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt, kommt an Sporttip nicht vorbei, wenn er im Schweizer Recht spielen will. Der hohe Kombiboost bei vielen Auswahlen belohnt Mehrfachwetten wie die Lucky 31, aber die Mindestquote 1.50 pro Auswahl setzt eine Untergrenze, die risikofreudige Aussenseiter-Tipps ausschliesst.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne veranstaltet Sportwetten unter dem Markennamen Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Auch sie verfügt über die Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS und untersteht der Gespa. Die Online-Registrierung ist nur Personen mit Wohnsitz in diesem Vertragsgebiet möglich.
Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.
Für eine Lucky 31 heisst das: Mit einem Mindesteinsatz von CHF 2 pro Linie liegt der Gesamteinsatz bei CHF 62, was bereits nahe an die CHF 500 für eine Einzel- oder Kombiwette herankommt. Die Gesamtquote einer Fünffachwette aus fünf Auswahlen mit Einzelquoten um 2.00 liegt bei etwa 32, deutlich unter der Höchstquote 100’000. Das Gewinnlimit von CHF 300’000 pro Wette wird bei einer Lucky 31 mit Teileinsatz im niedrigen zweistelligen Frankenbereich nicht erreicht. Wer mit höherem Teileinsatz spielt, muss die Quote-Grenze im Auge behalten.
Verdikt: Jouez Sport ist die zweite der zwei legalen Adressen in der Schweiz, mit etwas strengeren Online-Limits als Sporttip und einem kleineren Mindesteinsatz. Für die Romandie ist es die einzige Plattform mit Schweizer Bewilligung, und wer dort wohnt, hat keine Alternative innerhalb des Schweizer Rechts. Die Höchstquote von 100’000 setzt einer Lucky 31 mit sehr hohen Quotenprodukten eine Grenze, in der Praxis wird diese Grenze aber selten erreicht.
IviBet
IviBet ist eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz, die in der Schweiz Geltung hätte, ist nicht festgestellt; eine ausländische Lizenz – gleich aus welchem Land – überträgt sich nicht auf das Schweizer Hoheitsgebiet (Art. 4 BGS). IviBet ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt keine Schweizer Anlaufstelle bei Streit, und die Domain kann in der Gespa-Sperrliste geführt werden.
Für eine Lucky 31 selbst bietet IviBet eigene Systemwetten an, deren Linienstruktur mit der hier beschriebenen Mechanik vergleichbar ist. Die Schweizer Limits von Sporttip oder Jouez Sport – Mindesteinsatz, Höchsteinsatz, Gewinndeckel, Quotenhöchstwert – gelten auf IviBet nicht. Welche Limits IviBet setzt, sollte direkt in den Bedingungen des Anbieters geprüft werden, bevor eine Wette platziert wird.
Verdikt: IviBet ist für Schweizer Wettende eine Plattform ausserhalb des Schweizer Rechts. Wer dort spielt, nimmt Einsätze und Gewinne ohne den Schutz des BGS, ohne Anbindung an das Schweizer Sperrregister und mit dem Risiko, dass Gewinne in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Das ist keine Frage der Wettqualität – die Limits mögen grosszügiger sein –, sondern eine Frage des Rechtsrahmens.
bet365
bet365 ist eine der weltweit grössten Wettplattformen und in der Schweiz ohne Bewilligung. Der Zugriff erfolgt unter dem Risiko einer Zugangssperre durch die Gespa. Wer bet365 aus der Schweiz nutzt, tut dies ausserhalb des Schweizer Rechts.
Die Plattform bietet eigene Systemwetten an, die in der Mechanik mit der Lucky 31 verwandt sind. Die Limits müssten direkt in den bet365-Bedingungen geprüft werden, ebenso die Frage, ob und unter welchen Bedingungen Cash-Out angeboten wird.
Verdikt: bet365 ist in der Schweiz nicht zugelassen. Die Marke ist international bekannt, das heisst aber nicht, dass sie im Schweizer Rechtsraum operiert. Schweizer Wettende, die bet365 nutzen, handeln im Graubereich: weder strafbar wie der Anbieter noch geschützt wie bei einem bewilligten Veranstalter.
Jackbit
Jackbit ist eine weitere Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Die Lizenzsituation in der Schweiz ist nicht festgestellt, eine ausländische Lizenz hat hier keine Wirkung. Eine Zugangssperre durch die Gespa ist möglich.
Jackbit richtet sich eher an Krypto-affine Wettende und akzeptiert Zahlungsmethoden, die im bewilligten Schweizer Markt nicht erlaubt sind. Die grundsätzliche Mechanik – 31 Linien aus fünf Auswahlen – bleibt mathematisch dieselbe, aber die Einsatz- und Gewinnrahmen können erheblich abweichen. Details zu den Limits sollten direkt bei Jackbit geprüft werden.
Verdikt: Jackbit ist für Schweizer Wettende eine Plattform ausserhalb des Schweizer Rechts, mit Schwerpunkt auf Kryptowährungen. Wer dort spielt, hat keine Schweizer Aufsicht und keine Schweizer Handhabe bei Streit, gleichzeitig aber Zugang zu einem Wettangebot, das sich an andere Zielgruppen richtet als Sporttip oder Jouez Sport.
Sportaza
Sportaza ist eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz mit Wirkung in der Schweiz ist nicht festgestellt, die Domain kann in der Gespa-Sperrliste geführt werden. Die Plattform kombiniert Sportwetten mit Casino-Angeboten und richtet sich an ein internationales Publikum.
Für die Mechanik der Lucky 31 selbst gilt: Die Systemwette auf fünf Auswahlen mit 31 Linien ist ein mathematisches Konstrukt, das in jeder Wettplattform gleich funktioniert. Welche Limits Sportaza setzt, sollte in den Bedingungen des Anbieters geprüft werden.
Verdikt: Sportaza ist in der Schweiz nicht zugelassen. Wer dort spielt, verlässt den Schutz des BGS und akzeptiert die Risiken einer Plattform ohne Schweizer Aufsicht. Die Mischung aus Sport und Casino ändert daran nichts.
HornetBet
HornetBet ist eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Lizenz in der Schweiz nicht festgestellt, Domain möglicherweise in der Gespa-Sperrliste. HornetBet bedient ein internationales Publikum und folgt den üblichen Mechanismen internationaler Wettanbieter.
Die Lucky 31 ist auch hier ein Bündel aus 31 Linien auf fünf Auswahlen. Limits und Bedingungen sollten direkt bei HornetBet geprüft werden.
Verdikt: HornetBet ist für Schweizer Wettende keine Option innerhalb des Schweizer Rechts. Die Plattform mag in anderen Märkten funktionieren, in der Schweiz fehlt jede Bewilligung.
Bahigo
Bahigo ist eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Die Domain ist potenziell von der Sperrliste der Gespa betroffen. Bahigo tritt im internationalen Markt auf, mit Schwerpunkt auf afrikanischen und asiatischen Märkten, richtet sich aber auch an europäische Wettende.
Die Mechanik der Systemwette bleibt dieselbe. Ein direkter Vergleich mit den Schweizer Veranstaltern ist daher nicht möglich, da Bahigo eigene Limits festlegt.
Verdikt: Bahigo ist in der Schweiz nicht zugelassen. Wer in der Schweiz bei Bahigo spielt, tut dies ausserhalb des Schweizer Rechts.
FortuneJack
FortuneJack ist eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung, die sich auf Kryptowährungen konzentriert. Die Lizenzsituation in der Schweiz ist nicht festgestellt, die Domain kann in der Gespa-Sperrliste geführt werden. Die Plattform bietet Sportwetten und Casino-Spiele an und akzeptiert Bitcoin und andere Kryptowährungen.
Für die Lucky 31 gelten auch hier die mathematischen Grundlagen: 31 Linien aus fünf Auswahlen. Wichtig: Im bewilligten Schweizer Markt sind Auszahlungen in Kryptowährungen nach Art. 50 Abs. 2 VGS nicht zulässig – diese Regel gilt aber nur für bewilligte Anbieter, FortuneJack fällt nicht darunter.
Verdikt: FortuneJack ist für Schweizer Wettende eine Offshore-Plattform ohne Schweizer Schutz. Der Krypto-Fokus hebt die Plattform von Sporttip und Jouez Sport ab, beseitigt aber nicht das grundsätzliche Problem, dass Schweizer Recht hier nicht greift.
Coolzino
Coolzino ist eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Lizenz in der Schweiz nicht festgestellt, Domain kann in der Gespa-Sperrliste geführt werden. Coolzino kombiniert Sportwetten mit Casino-Angeboten und richtet sich an ein internationales Publikum.
Die Mechanik der Lucky 31 bleibt dieselbe: 31 Linien auf fünf Auswahlen. Details zu den Limits sollten direkt bei Coolzino geprüft werden.
Verdikt: Coolzino ist in der Schweiz nicht zugelassen. Die Mischung aus Sport und Casino bringt keinen Vorteil im Schweizer Kontext, weil beide Bereiche separat bewilligt werden müssen und Coolzino in keinem von beiden eine Schweizer Bewilligung hat.
Auszahlung einer Lucky 31: Mechanik und Beispiel
Wie die Auszahlung entsteht
Der Bruttogewinn einer Lucky 31 berechnet sich zeilenweise: Jede der 31 Linien, die tatsächlich gewinnt, wird mit ihrem eigenen Teileinsatz und ihrer eigenen Gesamtquote multipliziert. Die Summe dieser 31 Werte ist die Auszahlung. Wichtig: Die Fünffachwette gewinnt nur, wenn alle fünf Auswahlen korrekt sind. Bei vier richtigen Voraussagen fallen alle Vierfachkombinationen weg, die die falsche Auswahl enthalten, ebenso die Fünffachwette selbst. Übrig bleiben die Vierfachkombi aus den vier richtigen Auswahlen (1 Linie), die Dreierkombis (4 Stück, da je eine Auswahl wegfällt), die Zweierkombis (6 Stück) und die Einzelwetten auf die vier richtigen Auswahlen (4 Stück), zusammen 15 Trefferlinien.
Beispielrechnung mit fünf fiktiven Auswahlen
Angenommen, die fünf Auswahlen haben diese beispielhaften Quoten – alles Beispielwerte zur Veranschaulichung, keine zitierten Preise. Der Teileinsatz beträgt CHF 1 pro Linie, der Gesamteinsatz also CHF 31. Wenn alle fünf Voraussagen treffen, gewinnen 31 Linien mit folgenden Gesamtquoten:
Die Fünffachwette: 1.50 × 2.00 × 2.50 × 1.80 × 2.20 ≈ 29.70, Auszahlung CHF 29.70.
Die fünf Vierfachwetten: je ohne eine Auswahl, mit Gesamtquoten zwischen 11.88 und 19.80.
Die zehn Dreierwetten: mit Gesamtquoten zwischen 5.40 und 9.90.
Die zehn Doppelwetten: mit Gesamtquoten zwischen 2.70 und 5.50.
Die fünf Einzelwetten: mit den jeweiligen Einzelquoten.
Die Summe der 31 Auszahlungen liegt im Bereich von etwa CHF 100 bis CHF 150, je nach Verteilung der Quoten. Die Bandbreite erklärt sich daraus, dass die Vierfach- und Dreierkombis je nach Auswahl unterschiedliche Produkte ergeben.
Wenn vier von fünf Voraussagen treffen, gewinnen 15 Linien, und die Auszahlung liegt deutlich tiefer – im niedrigen bis mittleren zweistelligen Frankenbereich bei Teileinsatz CHF 1. Bei drei richtigen Voraussagen sind es noch 7 Linien (4 Einzel + 3 Zweier), bei zwei Voraussagen 1 Linie (1 Zweier), bei einer Voraussage 1 Linie (1 Einzel).
Was die Marge in jeder Quote bedeutet
Jede Quote, die ein Veranstalter anbietet, enthält eine Marge. Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter von jedem gesetzten Franken einbehält, ausgedrückt als Prozentsatz des Einsatzes. Eine Quote von 2.00 in einem Markt mit fairer Wahrscheinlichkeit 50/50 entspricht einer Auszahlung von CHF 2 auf einen Einsatz von CHF 1, würde aber für eine faire Wette Quote 2.00 ergeben. Tatsächlich liegt die Quote bei einem bookmaker mit 5 % Marge aber bei 1.90 – der Veranstalter behält 5 Cent pro Franken Einsatz ein. Bei einer Lucky 31 mit 31 Linien wird die Marge 31-mal wirksam: einmal pro Linie, und das jeweilige Quotenprodukt jeder Linie enthält den Margenanteil aller beteiligten Voraussagen.
Das bedeutet: Eine Lucky 31 ist nicht nur wegen des hohen Einsatzes teuer, sondern auch wegen der kumulierten Marge. Wer 31 Linien mit Margen um 5 % pro Auswahl spielt, gibt im Durchschnitt einen grösseren Bruchteil seines Einsatzes an den Veranstalter ab als bei einer Einzelwette mit derselben Marge. Der effektive Break-Even-Punkt – die Mindestzahl richtiger Voraussagen, ab der die Auszahlung den Einsatz übersteigt – liegt entsprechend höher.
Häufige Fragen
Was genau ist eine Lucky 31?
Eine Lucky 31 ist eine Full-Cover-Systemwette auf fünf Auswahlen mit insgesamt 31 einzelnen Wetten: 5 Einzelwetten, 10 Doppelwetten, 10 Dreierwetten, 5 Vierfachwetten und 1 Fünffachwette. Schon eine korrekte Voraussage bringt einen Treffer, und mit jeder weiteren richtigen Auswahl steigt die Auszahlung über zusätzliche Kombinationen. Die Wette kostet das 31-fache des Teileinsatzes pro Linie, also bei CHF 1 pro Linie genau CHF 31 Gesamteinsatz.
Wie verteilen sich die 31 Wetten auf die einzelnen Stufen?
Die 31 Wetten setzen sich aus 5 Einzelwetten, 10 Doppelwetten, 10 Dreierwetten, 5 Vierfachwetten und 1 Fünffachwette zusammen. Die Zahl folgt aus den mathematischen Kombinationen: Für jede Auswahl gibt es eine Einzelwette (5 Stück), je zwei Auswahlen ergeben eine Doppelwette (10 Stück), je drei eine Dreierwette (10 Stück), je vier eine Vierfachwette (5 Stück) und alle fünf zusammen die eine Fünffachwette. Die Gesamtzahl 31 ergibt sich aus der Summe 5 + 10 + 10 + 5 + 1.
Worin unterscheiden sich Lucky 15, Lucky 31 und Lucky 63?
Die drei Wetten gehören zur gleichen Full-Cover-Familie und unterscheiden sich nur in der Zahl der Auswahlen und damit der Linien: Die Lucky 15 nutzt 4 Auswahlen und 15 Linien, die Lucky 31 nutzt 5 Auswahlen und 31 Linien, die Lucky 63 nutzt 6 Auswahlen und 63 Linien. Der Gesamteinsatz skaliert linear mit der Linienzahl, bei einem Teileinsatz von CHF 1 entsprechend CHF 15, CHF 31 oder CHF 63. Wer eine zusätzliche Auswahl spielt, verdoppelt den Gesamteinsatz gegenüber der nächstkleineren Variante.
Wie berechnet man den Gesamteinsatz einer Lucky 31?
Der Gesamteinsatz ist der Teileinsatz mal 31. Bei einem Teileinsatz von CHF 1 pro Linie sind es CHF 31, bei CHF 2 sind es CHF 62, bei CHF 0.50 genau CHF 15.50. Die Rechnung gilt unabhängig von der Höhe der einzelnen Quoten, weil der Einsatz pro Linie fix ist und sich nur die Auszahlung mit der Quote ändert. Wer den Einsatz vor dem Platzieren der Wette wissen will, multipliziert den geplanten Teileinsatz mit 31.
Welche Einsatzgrenzen gelten bei Jouez Sport?
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2). Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Bei einer Lucky 31 mit Teileinsatz CHF 2 sind das 62 Franken Gesamteinsatz, was innerhalb des Multiples-Limits bleibt. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen, was bei einer Fünffachwette aus fünf moderaten Quoten praktisch nie erreicht wird.
Welche Wirkung hat die Marge in jeder Quote auf eine Lucky 31?
Jede Quote enthält eine Marge, also den Anteil, den der Veranstalter pro Einsatz einbehält. Bei einer Lucky 31 mit 31 Linien wird diese Marge in jeder Linie wirksam, und in den höheren Kombinationen akkumuliert sie sich über alle beteiligten Voraussagen. Das bedeutet: Eine Lucky 31 gibt im Durchschnitt einen grösseren Bruchteil des Einsatzes an den Veranstalter ab als eine Einzelwette, weil die Marge in jeder Linie mitgerechnet wird. Wer die Marge schätzen will, vergleicht die angebotene Quote mit der «fairen» Quote, die sich aus der geschätzten Wahrscheinlichkeit ergibt – die Differenz ist der Margenanteil pro Franken Einsatz.
Welche Wette für welches Risikoprofil?
Eine Lucky 15 verzeiht mehr Fehler als eine Lucky 31, weil bereits zwei richtige Auswahlen die erste Zweierkombi auszahlen. Eine Lucky 31 verlangt mehr Überzeugung in den Auswahlen, weil eine Fünffachwette nur bei voller Trefferquote gewinnt, und die höheren Kombis ab der Viererstufe im selben Fall leer ausgehen. Die Lucky 63 schliesslich multipliziert die Linien nochmals und damit den Gesamteinsatz – sie lohnt sich nur, wenn der Wettende in sechs Voraussagen gleichermassen überzeugt ist.
Wettende, die mit kleinerem Budget spielen, bleiben meist bei der Lucky 15. Wer auf vier Voraussagen Quote um 1.80 setzt, hat bereits eine plausible Fünfzehnfach-Kombination mit Gesamteinsatz unter CHF 20. Eine Lucky 31 erfordert ein Budget, das den CHF 31 pro Teileinsatz CHF 1 tragen kann, ohne dass eine Pechsträhne das Konto leerfegt. Wer auf der Suche nach hohen Quotenprodukten ist, geht zur Lucky 63, muss aber mit einem Gesamteinsatz von CHF 63 rechnen, wenn der Teileinsatz CHF 1 beträgt.
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Inhalt erstellt vom Team «europacupwetten»
