Quotenrechner für Sportwetten: Was Einsatz und Quote tatsächlich ergeben
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Ein Quotenrechner beantwortet eine nüchterne Frage: Was kommt nach Abzug des Einsatzes an Gewinn heraus, wenn die Quote so bleibt, wie sie angezeigt ist? Er rechnet aus, nicht voraus. Wer den Rechner öffnet, sollte daher zuerst wissen, was eine Quote überhaupt abbildet, welche Wettform er bedient und was das Ergebnis im Verhältnis zur Marge des Anbieters bedeutet. Genau das baut diese Seite auf, von der Formel bis zur Schweizer Bewilligungslage, vom Einzel- über die Kombi- zur Systemwette und von der Marge bis zur Spielsperre.
Stand: Oktober 19, 2026 – geprüft gegen die Gespa-Aufsicht und die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.
Reingewinn, Auszahlung und das, was eine Quote wirklich abbildet
Eine Quote ist kein Versprechen, sondern eine Multiplikator-Funktion. Bei fester Quote berechnet sich der Reingewinn aus Einsatz × (Quote − 1); die Auszahlung ergibt sich aus Einsatz × Quote. Wer 100 Franken zu Quote 2.50 setzt, erhält im Gewinnfall 250 Franken zurück, also 150 Franken Reingewinn plus die 100 Franken Einsatz. Wer 50 Franken auf Quote 1.80 setzt, bekommt 90 Franken, davon 40 Franken Reingewinn. Die Formel bleibt dieselbe, die Werte ändern sich mit der Quote. Genau das macht ein Quotenrechner sichtbar, und genau deshalb steht am Anfang jeder Berechnung die Frage, welche Quote der Anbieter für die gewählte Voraussage tatsächlich anzeigt.
Wettmärkte, Quoten und der Taschenrechner dahinter
Ein Quotenrechner ist nur so genau wie die Quote, die jemand hineintippt. Eine «1X2»-Wette auf Fussball zeigt drei Quoten – Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg – und der Rechner addiert ihre Kehrwerte zu einer Auszahlungsquote, die kleiner als 1 ist. Was fehlt, ist die Marge des Anbieters. Eine typische 1X2-Rechnung mit Quoten 1.90 / 1.90 liefert eine Auszahlungsquote von rund 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 0.95; das heisst: der Anbieter zahlt von jedem Franken rund 95 Rappen zurück und behält etwa 5 Rappen. Diese Bandbreite schwankt mit jedem Markt und jedem Anbieter, weshalb ein Rechner, der nur den Reingewinn zeigt, das Bild halb zeigt. Wer die Marge mitrechnet, sieht, wie viel vom Einsatz über lange Strecke statistisch beim Anbieter bleibt, auch wenn ein einzelner Wettschein natürlich voll ausgezahlt wird, wenn er richtig liegt.
Wettformen, die der Rechner unterscheiden muss
Drei Wettformen beherrschen den Schweizer und den internationalen Markt, und der Rechner muss sie getrennt behandeln. Die Einzelwette trifft eine Voraussage und multipliziert den Einsatz mit deren Quote. Die Kombinationswette, oft Kombiwette genannt, multipliziert die Einzelquoten zu einer Gesamtquote und gewinnt nur, wenn jede Voraussage stimmt. Die Systemwette fasst mehrere Kombinationen aus denselben Voraussagen zusammen und wird als «X aus Y» angegeben – jede entstehende Kombination heisst Wettreihe, und der Einsatz wird auf die Reihen aufgeteilt. Wer nicht weiss, welche Form vor ihm liegt, gibt in einen Rechner Zahlen ein, die nichts miteinander zu tun haben.
Wettmärkte und Quotenformate: Was in den Rechner hineinkommt und was herauskommt
Einzelwette, Kombiwette und Systemwette – der Rechner im Detail
Eine Einzelwette ist die einfache Linie: ein Ereignis, eine Quote, ein Einsatz, ein Gewinn. Der Reinertrag ist Einsatz × Quote, der Reingewinn Einsatz × (Quote − 1). Das ist die Grundgleichung, auf der jeder Taschenrechner auf dieser Seite fusst. Eine Kombiwette setzt mehrere Voraussagen auf einem Schein voraus. Der Einsatz gilt für die gesamte Wette, die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten – zwei Voraussagen mit 1.80 und 2.20 ergeben eine Gesamtquote von 3.96. Gewonnen ist die Kombi nur, wenn jede Voraussage richtig ist; ein falsches Spiel und der Einsatz ist weg. Der Reingewinn einer gewonnenen Kombiwette ist Einsatz × (Gesamtquote − 1).
Eine Systemwette «2 aus 3» fasst drei mögliche Kombinationen aus drei Voraussagen zusammen und verteilt den Einsatz auf alle Reihen. Selbst wenn eine Voraussage falsch ist, gewinnen die anderen Reihen. Eine «3 aus 4» erzeugt bereits vier Kombinationen, eine «2 aus 5» zehn, eine Trixie (3 Voraussagen, System 2/3 plus die Dreierkombi) drei Wettreihen. Ein Rechner, der Systemwetten abbildet, muss jede Reihe einzeln ausweisen – Einsatz pro Reihe, Quote pro Reihe, Reingewinn pro Reihe und am Ende die Summe. Genau dort liegt sein Nutzen gegenüber dem Kopfrechnen.
Quotenformate umrechnen – Dezimal, Bruch, US
In Schweizer Wettannahmestellen und online steht die Quote als Dezimalzahl – 1.40, 2.50, 5.50. Wer aus dem angelsächsischen Raum kommt, kennt Bruchquoten wie 2/5 oder 9/2; wer amerikanische Sportseiten liest, sieht Werte wie +450 oder −250. Die drei Formate beschreiben denselben Preis, nur in anderer Schreibweise. Die Formel für die Umrechnung ist einfach: Eine Dezimalquote von 1.40 entspricht der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250 – bei der US-Quote bedeutet −250, dass 250 $ gesetzt werden müssen, um 100 $ Gewinn zu erzielen. Eine Dezimalquote von 5.50 entspricht bei 1 € Einsatz einer Auszahlung von 5.50 € und einem Reingewinn von 4.50 €; dieselbe Quote lautet als Bruchquote 9/2 und als US-Quote +450. Wer auf einer ausländischen Seite rechnet, sollte zuerst die Quote umrechnen, sonst landet das Ergebnis im falschen Wertebereich.
Grundlagen eines Quotenrechners – was er können muss
Ein brauchbarer Quotenrechner deckt Einzel-, Kombi- und Systemwetten ab, rechnet Quotenformate um und zeigt das Ergebnis in derselben Währung wie den Einsatz. Er arbeitet mit 1 bis 20 Auswahlen – alles darüber hinaus ist statistisch praktisch unsinnig, weil die Trefferchance gegen null geht. Er rechnet nachvollziehbar: jede Reihe, jeder Einsatz, jede Quote ist sichtbar. Wer einen Rechner öffnet, der nicht zeigt, was er rechnet, kann das Ergebnis nicht prüfen. Wer die Formel versteht, sieht, dass der Taschenrechner nicht zaubert: er rechnet aus, was eingegeben wird.

Warum die Trefferchance mit jeder Voraussage sinkt
Eine faire Einzelquote von 2.00 spiegelt eine implizite Wahrscheinlichkeit von 50 %. Eine faire Einzelquote von 4.00 spiegelt 25 %. Multipliziert man diese Quoten in einer Kombiwette, ergibt sich für zwei faire Quoten à 2.00 eine Gesamtquote von 4.00 – aber die faire Einzelwahrscheinlichkeit von 50 % × 50 % = 25 %. Die Gesamtquote steigt also, aber die Trefferchance sinkt im Quadrat. Bei drei Voraussagen à 2.00 liegt die faire Chance bei 12.5 %, bei vier Voraussagen bei 6.25 %, bei zehn Voraussagen unter 0.1 %. Der Reingewinn wächst scheinbar spektakulär, die Wirklichkeit wächst statistisch betrachtet in eine Quote hinein, die der Anbieter durch seine Marge ohnehin unter dem fairen Wert ansetzt. Wer das versteht, sieht, weshalb Kombiwetten mit fünf oder mehr Voraussagen auf Dauer praktisch nie aufgehen.
Schweizer Buchmacher im Vergleich: Wer rechnen darf und wer nicht
In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide tragen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz und werden von der Gespa beaufsichtigt. Ausländische Anbieter besitzen keine Schweizer Bewilligung – eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung, ihre Domains landen auf der Gespa-Sperrliste, und es gibt keinen Schweizer Schutz, kein Schweizer Sperrregister und keine Schweizer Beschwerdestelle. Wer in der Schweiz wettet, wettet also bei einem dieser beiden – oder bei einem ausländischen Anbieter, mit allen Konsequenzen, die das rechtlich und steuerlich nach sich zieht.
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Sporttip (Swisslos) | Bewilligung (Grossspiel, BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Jouez Sport (Loterie Romande) | Bewilligung (Grossspiel, BGS) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne |
| 22Bet | keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz, ohne Wirkung in der Schweiz |
| MyStake | keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz, ohne Wirkung in der Schweiz |
| Interwetten | keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz, ohne Wirkung in der Schweiz |
| IviBet | keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz, ohne Wirkung in der Schweiz |
| bet365 | keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz, ohne Wirkung in der Schweiz |
| BC.Game | keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz, ohne Wirkung in der Schweiz |
| Bruce Bet | keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz, ohne Wirkung in der Schweiz |
| GG.BET | keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz, ohne Wirkung in der Schweiz |
Die Spalte zur Schweizer Bewilligung trennt die Tabelle in zwei Lager, und genau diese Trennung ist die Pointe der Schweizer Rechtslage: Es gibt nicht eine Liste von zehn lizenzierten Marken mit feinen Unterschieden. Es gibt zwei lizenzierte Marken und eine Reihe ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Wer zwischen ihnen wählt, wählt zwischen zwei grundverschiedenen Welten – Vollschutz mit Schweizer Aufsicht oder kein Schweizer Schutz mit den entsprechenden rechtlichen und steuerlichen Folgen.
Wie die Marge das Ergebnis des Rechners verschiebt
Marge, Auszahlungsquote und der Wert des Rechners
Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter von jedem gesetzten Franken behält. Die Auszahlungsquote – im Markt auch Quotenschlüssel genannt – ist das Komplement: 1 − Marge. Für ein faires 1X2-Beispiel mit Quoten 1.90 / 1.90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 0.95 – also eine Marge von etwa 5 %. Das heisst: Von 100 Franken, die auf diesen Markt gesetzt werden, wandern statistisch 5 Franken an den Anbieter und 95 Franken zurück an die Wettenden. Ein einzelner Schein wird natürlich voll ausgezahlt, wenn er richtig liegt – aber über alle Wetten hinweg ist die Marge der stille Kostentreiber.
Das Beispiel auf einen Blick
Wer mit Quoten 1.90 / 1.90 rechnet, sieht: Die Auszahlungsquote liegt im Band von rund 94 % bis 96 %, je nach dem, wie der Markt gerade steht – die Marge liegt entsprechend im Band von etwa 4 % bis 6 %. Das ist die Grössenordnung, die professionelle Wettende von Amateurmärkten unterscheidet: Schon zwei Prozentpunkte weniger Marge summieren sich über das Jahr. Wer einen Quotenrechner benutzt, ohne die Marge mitzurechnen, sieht den möglichen Gewinn, aber nicht, was die Buchmacher-Stelle auf Dauer vom Einsatz nimmt.
Warum die Marge nicht im Rechner steht
Die meisten Rechner zeigen den Reingewinn, nicht die Marge. Wer die Marge eines Marktes prüfen will, addiert die Kehrwerte aller Quoten eines Marktes und berechnet daraus 1 − (1 / Summe). Das ist die einzige Form, die Marge aus den angezeigten Quoten abzuleiten. Wer sich diese Rechnung einmal ansieht, versteht, warum Anbieter mit knappen Margen nicht selten ausländische Marken sind – und warum genau diese Marge auch der Grund ist, weshalb die Schweizer Gespa nicht einfach jeden Markt freigibt.
Kombiboost, Quotenboost und ihr Wert im Rechner
Bei Sporttip gibt es einen Kombiboost, der nur online gilt (Prematch, Live, Systemwetten) und mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 verlangt; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, und Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Hinzu kommen Quotenboosts und Profitboosts für Prematch-Einzelwetten, beide nur einmal pro Wettenden nutzbar und ebenfalls in Einsatz und Erhöhung limitiert – bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Ein Rechner, der diese Boosts addiert, zeigt, was vom Marketing-Versprechen übrig bleibt: Eine 100-%-Erhöhung bei fünfzehn Voraussagen klingt gross, aber die Trefferchance einer Fünfzehnfach-Kombi ist verschwindend klein. Wer den Boost in einen Taschenrechner tippt, sieht die Zahl – und die Wirklichkeit dahinter.
Rechtslage und Schweizer Bewilligung: Was ein Rechner nicht ersetzt
BGS, Gespa und die zwei bewilligten Veranstalter
Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa – der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern – beaufsichtigt, nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS) und «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine Liste weiterer lizenzierter Buchmacher gibt es nicht, weil es schlicht keine gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Wer einen anderen Namen in einer Werbung sieht, sieht einen ausländischen Anbieter.

Was gewettet werden darf – und was nicht
In der Schweiz darf nur auf Sportveranstaltungen gewettet werden; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind nicht zugelassen. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet, niemals Wetten auf Trainingsläufe. Die Liste kennt weder Ecken- noch Kartenmärkte und keine eigene Esports-Sektion. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Livewetten sind erlaubt, Prematch und Live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält; das BGS kennt keine statutarische Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte.
Wer online ein Konto eröffnen darf
Wer sich online bei Swisslos registriert, muss mindestens 18 Jahre alt sein und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet haben – den Deutschschweizer Kantonen, dem Tessin und dem Fürstentum Liechtenstein. Es darf keine Spielsperre bestehen, jede Person darf sich nur einmal registrieren, und die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Bei Sporttip gilt ebenfalls 18 Jahre als Mindestalter; Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Spielregeln von Sporttip – Mindest- und Höchsteinsätze
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten 1 Franken, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette 1’000 Franken und für eine Systemwette 10’000 Franken. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online 2 Franken (in Verkaufsstellen 3 Franken, für Multiples 2 Franken) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten 500 Franken; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens 7’500 Franken Einsatz enthalten. Wer einen Quotenrechner benutzt, um eine Wette zu dimensionieren, sollte diese Limiten kennen – sie sind der Rahmen, in dem die Schweizer Veranstalter Wetten überhaupt annehmen.
Höchstgewinne und die Spielregeln im Detail
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette 300’000 Franken und für alle Gewinne eines Multiples zusammen 1’000’000 Franken; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag aus Einsatz × Quote (bei Kombinationen aus Einsatz × Gesamtquote) berechnet, zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00.
Livewetten und Cash-Out
Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt angeboten wird. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.
Bet-Builder und abhängige Wettereignisse
Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer auf einem Wettschein Kombinationen aus demselben Spiel tippt – etwa zum Beispiel «Heimsieg» und «über 2.5 Tore» aus einem Fussballmatch – braucht den Bet-Builder, sonst riskiert er die Annahme nicht.
Spielerschutz, Spielsperre und der Blick über den Rechner hinaus
Verlustlimiten und Einzahlungslimiten
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Wettende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen – die Oberlimite liegt bei 9’999 Franken, unter 21 Jahren bei 1’000 Franken. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden (statutarisch wären 24 Stunden möglich, die Schweizer Veranstalter wenden 72 Stunden an). Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Werbung, Boni und ihre Grenzen
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS); Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Geldspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse bis 500’000 Franken bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte sie der Loterie Romande 24 und Swisslos 8 solcher Zustimmungen. Wer einen Bonus auf einem Schweizer Schein sieht, sieht eine Bewilligung dahinter – und einen Rahmen, in dem die Marge des Anbieters weiter gilt.
Zahlungen und Steuer
Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS) – anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren in der bewilligten Schweizer Wette nicht, und es gibt keine Kreditierung an Spieler (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmittel ein Veransteiler im Einzelfall akzeptiert, ist Sache seiner Spielregeln. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei; die bundesrechtliche Schwelle liegt seit 1.1.2026 bei 1’071’000 Franken (1’070’400 Franken im Jahr 2025), die kantonale Schwelle unterscheidet sich und ist «je nach Kanton» zu prüfen. Über der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Wer auf einen typischen Wettgewinn unter der Schwelle trifft, zahlt weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht – nie behaupten, es gebe eine.
Offshore-Anbieter und ihre Folgen
Eine ausländische Lizenz – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land – hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässiger Tätigkeit bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Die spielende Person wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schweizer Schutz und keine Schweizer Aufsicht. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS; erste Liste am 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025); blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt – ein Katz-und-Maus-Spiel, das die Gespa selbst als Domain-Hopping beschreibt und bei dem sie namentlich Interwetten und Bet-at-Home sowie bet365 nennt. Wer ausländisch wettet, wettet ohne Schweizer Schutz, ohne Schweizer Sperrregister und ohne Schweizer Beschwerdestelle – und je nach Kanton mit einer anderen steuerlichen Behandlung der Gewinne.
Die zehn Anbieter im Einzelbild
1. Sporttip (Swisslos)
Swisslos mit dem Produkt Sporttip ist einer der beiden in der Schweiz bewilligten Veranstalter. Sitz des Veranstalters ist Basel, das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Online-Registrierung verlangt Wohnsitz in diesem Gebiet, ein Mindestalter von 18 Jahren und keine bestehende Spielsperre; der Ausweis wird ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Die Limits sind eng: 1 Franken Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten, 1’000 Franken Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette, 10’000 Franken für Systemwetten. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Cash-Out ist nur online verfügbar, nur als vollständiges Cash-Out und ohne Garantie für jeden Markt. Wer den Quotenrechner benutzt, um eine Sporttip-Wette zu dimensionieren, hat den engsten Rahmen aller Schweizer Optionen – und den einzigen, der ihn mit dem Schweizer Sperrregister verbindet.
2. Jouez Sport (Loterie Romande)
Jouez Sport ist das Sportwetten-Produkt der Loterie Romande und der zweite bewilligte Veranstalter. Das Verbreitungsgebiet umfasst die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Online liegt der Mindesteinsatz bei 2 Franken, in Verkaufsstellen bei 3 Franken, und für Multiples ebenfalls bei 2 Franken; der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette beträgt 500 Franken, ein Multiples-Schein darf insgesamt höchstens 7’500 Franken Einsatz enthalten. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Mindestquote liegt bei 1.10, die maximale Quote bei 100’000. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei 300’000 Franken, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei 1’000’000 Franken. Wer aus der Romandie wettet, wettet über diesen Kanal – ein anderer bewilligter Anbieter steht ihm nicht offen.
3. 22Bet
22Bet trägt keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS); die Plattform ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt keine Schweizer Beschwerdestelle, und Schweizer Wettende haben keine Schweizer Aufsicht über ihre Wetten. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen. Wer dort spielt, spielt ohne den Schutz, den die Gespa bietet – und riskiert je nach Kanton eine andere steuerliche Behandlung der Gewinne.
4. MyStake
MyStake gehört zu den ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung. Die Konsequenzen sind dieselben wie bei jeder Offshore-Marke: keine Schweizer Aufsicht, kein Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Beschwerdestelle. Die Plattform steht beispielhaft für eine Reihe von Marken, die Schweizer Wettende aus Werbung oder Affiliate-Seiten kennen, in der Schweiz aber nicht legal verfügbar sind. Wer auf MyStake wettet, wettet gegen Schweizer Recht – nicht gegen die Plattform, aber gegen die eigene Bewilligungslage.
5. Interwetten
Interwetten ist eine der Marken, die die Gespa selbst in der Dokumentation zum Domain-Hopping nennt. Auch hier gilt: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Schutz, Domain möglicherweise auf der Sperrliste. Wer eine ausländische Marke wählt, sollte wissen, dass die Gespa solche Plattformen aktiv beobachtet und DNS-seitig sperrt – was die Erreichbarkeit von heute nicht die Erreichbarkeit von morgen garantiert.
6. IviBet
IviBet ist ein weiterer ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Wer dort spielt, hat keinen Schweizer Rechtsschutz, keine Schweizer Aufsicht und muss die Gewinne je nach Kanton anders versteuern als Gewinne aus bewilligten Schweizer Wetten. Die Plattform zeigt, dass die Liste ausländischer Anbieter lang ist und die Entscheidung, ob gespielt wird, immer eine Entscheidung gegen den Schweizer Rahmen ist.
7. bet365
bet365 gehört zu den grössten ausländischen Anbietern weltweit – und zu den Marken, die die Gespa namentlich als Beispiel für Domain-Hopping aufführt. In der Schweiz gilt: keine Bewilligung, keine Schweizer Aufsicht, keine Sperrregister-Anbindung. Die Domain kann auf der Sperrliste stehen. Die Marke wird hier erwähnt, weil sie Schweizer Wettenden aus Werbung und internationalen Sportübertragungen bekannt vorkommt; sie bleibt ein Beispiel für die rechtliche Lage, kein Vorschlag, dort zu spielen.
8. BC.Game
BC.Game ist ein Krypto-naher Anbieter und trägt keine Schweizer Bewilligung. Wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Aufsicht, ohne Schweizer Sperrregister und ohne Schweizer Beschwerdestelle. Auszahlungen in Krypto sind in der bewilligten Schweizer Wette nicht möglich (Art. 50 Abs. 2 VGS) – ein BC.Game-Konto zeigt genau diesen Unterschied: andere Zahlungswege, andere Rechtslage, andere Konsequenzen im Streitfall.
9. Bruce Bet
Bruce Bet ist ein weiterer ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Plattform reiht sich ein in die Gruppe der Offshore-Marken, die in der Schweiz zwar beworben, aber nicht legal verfügbar sind. Wer den Quotenrechner einer ausländischen Seite nutzt, sollte sich bewusst sein, dass die Quote dort in einem anderen Rechtsrahmen steht und die Marge nicht an die Schweizer Aufsicht gebunden ist.
10. GG.BET
GG.BET gehört zu den ausländischen Marken, die in der Schweiz keine Bewilligung haben. Das Esports-Wetten-Angebot ist im Ausland gross – in der Schweiz enthält die Gespa-Liste keine eigene Esports-Sektion. Wer Esports wetten will, ist damit automatisch bei einem ausländischen Anbieter, mit allen Folgen, die das rechtlich und steuerlich hat. Die Plattform steht hier, weil sie als Beispiel für genau diese Lücke dient: Eine Wettform, die in der Schweiz nicht bewilligt ist, öffnet automatisch das Tor zu Offshore-Angeboten.
Häufige Fragen zum Quotenrechner
Wie wird der Reingewinn einer Sportwette aus Einsatz und Quote berechnet?
Der Reingewinn einer Wette mit fester Quote berechnet sich aus Einsatz × (Quote − 1). Die Auszahlung ist Einsatz × Quote, also Reingewinn plus Einsatz. Bei einer Kombiwette wird die Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten gebildet, und der Reingewinn berechnet sich aus Einsatz × (Gesamtquote − 1). Bei einer Systemwette verteilt sich der Einsatz auf die Wettreihen, und jede Reihe wird für sich nach derselben Formel berechnet.
Wie unterscheiden sich Dezimal-, Bruch- und US-Quoten, und wie lassen sie umrechnen?
Die Dezimalquote ist der Multiplikator, mit dem der Einsatz multipliziert die Auszahlung ergibt – 1.40, 2.50, 5.50. Die Bruchquote gibt das Verhältnis von Gewinn zu Einsatz an – 2/5 heisst den Gewinn von 2 bei Einsatz von 5; 9/2 den Gewinn von 9 bei Einsatz von 2. Die US-Quote nutzt positive und negative Werte – +450 heisst, dass 100 $ Einsatz 450 $ Gewinn einbringen, −250 heisst, dass 250 $ Einsatz nötig sind, um 100 $ Gewinn zu erzielen. 1.40 entspricht 2/5 und −250, 5.50 entspricht 9/2 und +450.
Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette berechnet, und warum sinkt die Trefferchance mit jeder Voraussage?
Die Gesamtquote einer Kombiwette ist das Produkt der Einzelquoten – zwei Voraussagen mit 1.80 und 2.20 ergeben 3.96, drei Voraussagen mit 2.00, 2.50 und 3.00 ergeben 15.00. Die Trefferchance sinkt, weil jede faire Einzelquote eine implizite Wahrscheinlichkeit trägt: 2.00 entspricht 50 %, 4.00 entspricht 25 %. Bei zwei Voraussagen à 2.00 ist die faire Trefferchance 50 % × 50 % = 25 %, bei drei Voraussagen 12.5 %, bei zehn Voraussagen unter 0.1 %. Eine hohe Gesamtquote bezahlt einen scheinbar grossen Gewinn, aber die Wirklichkeit bezahlt ihn mit verschwindend kleiner Wahrscheinlichkeit.
Was ist eine Systemwette, und wie viele Einzelwetten stecken etwa in einer Trixie?
Eine Systemwette fasst mehrere ähnliche Kombinationswetten aus denselben Voraussagen zusammen und wird als «X aus Y» angegeben; jede entstehende Kombination heisst Wettreihe, und der Einsatz wird auf die Reihen aufgeteilt. Eine Trixie aus drei Voraussagen besteht aus drei Wettreihen: drei Kombiwetten zu je zwei Voraussagen plus eine Dreierkombi. Eine «2 aus 4» erzeugt sechs Reihen, eine «2 aus 5» zehn, eine «3 aus 5» zehn, eine «2 aus 6» fünfzehn, eine «3 aus 6» zwanzig.
Welche Mindest- und Höchsteinsätze gelten bei Sporttip und Jouez Sport?
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten 1 Franken, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette 1’000 Franken und für eine Systemwette 10’000 Franken; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online 2 Franken, in Verkaufsstellen 3 Franken und für Multiples 2 Franken; der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei 500 Franken, ein Multiples-Schein darf insgesamt höchstens 7’500 Franken Einsatz enthalten.
Zeigt ein Quotenrechner die Marge des Anbieters, und was bedeutet diese für den Erwartungswert auf lange Sicht?
Die meisten Rechner zeigen nur den Reingewinn, nicht die Marge. Wer die Marge prüfen will, addiert die Kehrwerte aller Quoten eines Marktes und berechnet 1 − (1 / Summe). Eine Marge von 5 % bedeutet, dass von 100 Franken Einsatz rund 5 Franken statistisch beim Anbieter bleiben und 95 Franken an die Wettenden zurückfliessen. Über viele Wetten hinweg kostet die Marge genau diesen Anteil – einzelne Scheinen können voll ausgezahlt werden, aber die Statistik holt jeden Wettenden über kurz oder lang ein.
Quoten – europacupwetten
Inhalt erstellt vom Team «europacupwetten»
